Typus: Arschkriecher

Ihr Arschkriecher der Gesellschaft. 365 Tage im Jahr verhaltet ihr euch privat wie der allerletzte Haufen Scheiße, um dann in jedem Schaltjahr einmal überraschend freundlich zu sein. Ansonsten seid ihr das ja auch. Allerdings nur in Gegenwart eures Vorgesetzten, hinter dessen Rücken ihr über das in Alkohol ertränkte Wochenende redet und weder Leistung noch Bereitschaft zeigt. Wenn ihr euch aber präsentieren müsst, habt ihr was in der Hinterhand. Ihr seid ein Streber, der sich hinter einer faulen, versoffenen und pöbelnden Witzfigur versteckt – oder anders herum?

gEDanken poEDisch 1 K

Eine Ode ans Abitur

Ich mag das Abitur nicht. Es gibt einem das Gefühl, dass die zwölf hart erkämpften Schuljahre nur bedingt eine Rolle im Abschlussprofil spielen. Man versucht sich nochmal alles ins Gedächtnis zu rufen, lernt aber im Grunde vieles Altvergessenes für einen begrenzten Zeitraum neu dazu. Anstatt also ein breites Gesamtbild des Schülers zu präsentieren, fokussiert man das Blickfeld beim Abitur auf die letzten zwei Jahre inklusive der Abschlussprüfungen, die man gemeinhin als Abitur bezeichnet. Soviel zum Thema: “Die Schule ist fies.”

Eigentlich wollte ich mich dazu äußern, wie ich mich auf die nächste Woche und die drei finalen schriftlichen Prüfungen vorbereite(t habe). Vor mir liegen Geschichte, Englisch und Mathe. Alle drei Fächer als Zentralabitur, also landesweit identisch. [...]

gEDanken 2 K

Plan O

Die letzten Nächte, die Stunden, die sich nach Mitternacht vollzogen und sich bis in die späten Morgenstunden ausdehnten, waren die schlimmsten, die ich in den letzten Jahren erlebt habe. Zumindest schreibe ich das jetzt so, weil ich mich an nichts Vergleichbares in näherer Vergangenheit erinnern kann. Ich weiß sogar noch, dass mir in den letzten Wochen des Öfteren ein Lächeln über die Lippen kam, weil mir die Erkenntnis gefiel, dass ich seit gefühlten Ewigkeiten überaus gut nächtige.

Und jetzt das! Ich werde schlagartig krank, mein Hals trocknet mir die Kehle aus, es kratzt, es schmerzt, ich trinke, schlafe wieder ein, wache erneut auf, muss konsequenterweise auf Toilette. Undsoweiterundsofort. Im Stundentakt quäle ich mich so durch die Nacht, um am Morgen schweißgebadet aus dem Bett zu stolpern. So ging das schon viermal in verschiedenen Konstellationen und Intensitäten. [...]

gEDöns 2 K

Ohne Worte…

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Hör auf, sonst…

Jeder kennt diese Klischee-behafteten Mahnmale der elterlichen Fürsorge, die sich als sinnbildliche Warnschilder im Kopf eines jeden Kindes festsetzen. Auch wenn durch Vernunft und Logik geholfen werden kann, bleibt ein Teil der Befehle im Unterbewusstsein erhalten und manifestieren sich im Gewissen jedes gutgläubigen Menschens.

Natürlich rede ich hier von den legendären Sprüchen:

Mach den Mund zu, sonst kommen Fliegen rein.

Sieh nicht zu viel fern, sonst kriegst du viereckige Augen.

Hör auf, Grimassen zu schneiden, sonst wirst du für immer schielen.


Die Klassiker halt. Mal ganz davon abgesehen, dass das alles Lug und Trug ist, sollte man sich fragen, wieso man nicht die Heranwachsenden hinsichtlich ernsterer Themen beeinflusst. Zumal solch banale Lügen weitaus schädlicher für die Eltern-Kind-Beziehung sind, als elterliche Partei-Propaganda.

Beispiel:

Kind, wähl’ nicht die Liberalen, sonst kriegst du ‘nen Guido als Außenminister.


Oder:

Hör auf Frauen zu wählen, von denen du dich nicht scheiden kannst.


Man kann sich auch um die Zukunft sorgen:

Du sollst nicht in fossile Energie investieren, sonst holt dich der Al Gore.

Hör nicht auf, in die Rentenkasse einzuzahlen, sonst wirst du impotent.


Diese Art von Aufklärung halte ich für sehr viel wertvoller und weniger schädlich. Ich übernehme auch die Verantwortung für die vielen verzehrten Gesichter auf Deutschlands Straßen.

comEDy gEDanken 0 K

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