Nicht noch ein Superheldenfilm!

Wonder Woman (2017)

Ein Model wurde von den Machern von Batman V Superman für die Rolle der Wonder Woman auserkoren. Gal Gadot trifft auf Zack Snyder. Während wohl große Teile der aktuellen DC-Verfilmungen Mist sind, hat es Wonder Woman in die Herzen der Zuschauer geschafft. Ihre kurze Präsenz hat viele verzaubert, doch kann sie einen ganzen Film stemmen?

Wonder Woman spielt während des 1. Weltkrieges. Wonder Woman aka Diana wird von Amazonen groß gezogen und lebt fernab unserer Realität auf einer versteckten griechischen(?) Insel. Die Insel wird entdeckt und Diana zieht es in die weite Welt, um diese zu retten. Ab da entspinnt sich ein Abenteuer zwischen den Fronten des Krieges. Mit viel Action und angenehmen Humor, lernt Diana, die Tücken der menschlichen Kultur kennen, während die Welt Wonder Woman kennenlernt. Sie ist charmant, gutgläubig und hinreißend, saustark, unsterblich und eine Macherin. Dieser Charakter funktioniert zu Beginn des Films äußerst gut, als noch Platz für besondere Momente ist. Am Ende mischt sich der klassische Wahnsinn eines jeden anderen Superheldenfilms ein. Zu viel Action inklusive epischem Endgegnerkampf. Überhaupt sind die Antagonisten eine Frechheit. Langweilig und charakterlos. Das muss ein Ende finden. Und dieser Film hätte ein anderes Ende verdient. Denn eigentlich ist Wonder Woman einer der unterhaltsamsten Superheldenfilme, der vergangenen Jahre.

Die Regisseurin Patty Jenkins hat guten Geschmack bewiesen, weil sie im Gegensatz zu den anderen DC-Verfilmungen Wert auf Emotionen gelegt hat. Wer hätte gedacht, dass das funktionieren könnte? Robin Wright darf auch nicht unerwähnt bleiben. Bekannt aus House of Cards als Claire Underwood, spielt sie hier die Badass-Amazonenkriegerin. Bitte mehr davon. Überhaupt ist der weibliche Anteil der Crew außergewöhnlich. Viele Frauen in vielen Hauptrollen. Hollywood hätte früher Angst vor so viel Östrogenen gehabt. Und obwohl es noch keine Selbstverständlichkeit ist, hat es sich absolut richtig angefühlt. Diversity is King … äh … ich meine Queen.

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