Gamedesign-Tagebuch. Eintrag sechs.

Ich arbeite nun testweise mit Construct 2, um ccatch als HTML5-Version zu veröffentlichen. Bei so einem kleinen Spiel ist es auf jeden Fall sinnvoller, den Zugang zu vereinfachen. In Zukunft wird man also nur einen Klick vom Spiel entfernt sein und muss sich nicht mehr durch das vollkommen überholte Konzept der Installation boxen. Und natürlich hat HTML5 noch den Vorteil, dass es sogar auf neueren mobilen Endgeräten funktionieren wird.

Flash tut das ja nicht unbedingt. Trotzdem wollte ich mal reinschnuppern, um zu sehen, wie sich die Arbeit mit Flash anfühlt und stellte dabei einiges fest. Die Vorteile sind eine stabile Plattform und eine große Reichweite. Flashgames sind halt etabliert. Es ist sogar mit ein wenig Aufwand lernbar, aber wird sich langfristig nicht gegenüber neuen Techniken durchsetzen. Es wird nicht sterben, weil es dafür viel zu viel Content gibt, aber es wird verzichtbar sein.

Mit der Erkenntnis konnte ich Flash als Entwicklungsplattform ausschließen, aber dennoch bleibt es hinsichtlich seiner Animationen interessant für mich. Aber die eigentliche Erkenntnis war dann, dass ich glaube, keine Animationen machen zu wollen. Also nicht im großen Stil. Ich bin zwar Designer, aber ich fühle mich mehr als Sprachrohr zwischen Nutzer und System und weniger als Dekorateur. Und genau deswegen werde ich mich zwingen, konzentrierter zu arbeiten und mich nicht länger mit dem Mix aus Kunst, Programmierung und Design herumzuschlagen. Während nämlich Programme wie Construct 2 und der Game Maker mir unheimlich viel Arbeit abnehmen, klaut mir die Suche nach einer einfachen Programmiersprache und die Jagd nach der ästhetischen Offenbarung unheimlich viel Zeit. 

Ich werde natürlich auch in Zukunft interdisziplinär arbeiten, aber ich werde nicht mehr blind alles ausprobieren und stattdessen einen Workflow beibehalten. 

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