🔗 Ooblets + Epic

Here’s what these Epic folks are doing: First they teach every kid in the world these obnoxious dances and now they’re offering funding to game developers in exchange for PC exclusivity on their game store.

This is exactly what Marx warned us about!

We did the thing

Kein Thema regt den (ohnehin schon wütenden) Gamer so sehr auf, wie die dunklen Machenschaften des Epic Stores. Aus der Sicht von Spieleentwicklern ist der Epic Store eine Chance und keine Bürde. Und wer das nicht fassen kann, sollte sich diesen Beitrag der Ooblets-Entwickler Glumberland durchlesen.

🔗 Kanto illustriert von @simonemaendl

I started to turn my daily studies into Pokémon drawings after seeing #detectivepikachu.

I looked around the real life Kanto Region on google maps and tried to find the real world places from the game.

Swipe to see the image from maps.

Here we have professor oaks lab and your house 🙂 I wanted Pallet town to seem like a small town… but not one that only has 3 houses.

#kantoinreallife

https://www.instagram.com/p/BxuGlW4IFS0/

Auf Kotaku habe ich diese beruhigenden Bilder von Simone entdeckt. Auf Instagram gibt es mehr davon.

Das neue Genre der Autobattler

Ich hatte vor einigen Wochen die Ära des nächsten großen Genres ausgerufen:

Das Spiel DOTA Auto Chess ist Anfang des Jahres zum Hit avanciert und hat zehntausende Spieler dazu gebracht, DOTA 2 zu installieren, worauf der Spaß nämlich aufbaut. Ich habe damals auch einen Blick darauf geworfen und hatte viel Freude mit den kurzweiligen Partien. Wir haben es hier wahrscheinlich mit dem nächsten großen Genre zu tun. Nachdem MOBAs, Roquelikes, Games as a Service und Battle Royals die Spielelandschaft geprägt haben, folgt nun eine Mischung aus Tower Defense, Deckbuilding und Glücksspiel. 

Von der Mod zur App: DOTA Auto Chess für iOS und Android angekündigt

Nun wurde nicht nur das offizielle Spiel des Erfinders Auto Chess in Windeseile entwickelt. Auch die MOBA-Riesen LOL und DOTA 2 wollten etwas von dem Kuchen abhaben. In Fortnite-Manier haben Riot Games und Valve ihre eigenen Autobattler mit viel Kapital und wenig Kreativität ins Rennen geschickt. Innerhalb kürzester Zeit wurden somit drei Kopien einer Modifikation minimal entwickelt und maximal veröffentlicht. Bereits jetzt gibt es mehr Werbung, Trailer und Rekorde als für Super Mario Maker 2.

Es erinnert mich sehr an die Anfänge von PUBG und Fortnite, die das Battle Royale Genre unter sich aufgeteilt hatten. Auch da gab es keine klaren Regeln, wie das Genre zustande kommen sollte. Klar waren die Ursprünge, und dass Fortnite mit geringstem Aufwand die größte Wirkung erzielt hat. Am Ende standen aber beide Spiele an zwei verschiedenen Enden eines Spektrums. Fortnite war quietschigbunt und kostenlos. PUBG ist bis heute kostenpflichtig in der Anschaffung und wesentlich realistischer in seiner Präsentation und Spielweise. Die Autobattler haben wiederum wenig bis gar keine Alleinstellungsmerkmale.

DOTA Underlords

Das Genre ist noch so jung, dass Autochess, DOTA Underlords und League of Legends: Teamfight Tactics quasi nichts an der Grundformel geändert haben. Tatsächlich ist es aktuell vollkommen egal, auf welches Spiel man sich einlässt, um es auszuprobieren. Bloß die Spielfiguren unterscheiden sich und ein paar Nuancen im Gameplay sind anders. Die Spiele sind nichts mehr als Skelette, auf denen jetzt richtige Spiele aufgebaut werden. Es gibt weder ordentliche Progression, noch irgendein Bezahlmodel, das über dekorative Haustierchen hinausgeht.

Ich finde das alles ja sehr spannend. Im Nachhinein kann man solche Entwicklungen immer leicht nachvollziehen. Jetzt ist aber der Moment, wo man sehr offen beobachten und spekulieren kann.

Abschließend noch ein Sinnbild für alle Zugfans: Der Hypezug fährt gerade in höchster Geschwindigkeit auf glühenden Schienen und alle schrauben in einem Wettrennen am fahrenden Zug herum in der Hoffnung, sich irgendwann von den anderen abzukoppeln und das Rennen um den Hype zu gewinnen.

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🔗 Aufruf zur Software-Piraterie!

Mike Rose, Chef des Indie-Publishers No More Robots, hat sich angesichts der Bewerbung nun äußerst verärgert auf Twitter gezeigt. „Bevor ihr ein Spiel bei G2 kauft, ladet es lieber herunter! Ernsthaft! Wir sehen ohnehin kein Geld, wenn ihr dort kauft, also würden wir viel lieber sehen, dass G2A auch kein Geld bekommt“, twitterte Rose.

Indie-Publisher: „Klaut unsere Spiele lieber, bevor Ihr Sie bei einem Key-Reseller kauft!“

A Maze 2019

Die letzten Besuche hatte ich hier fein säuberlich dokumentiert. Bevor ich alles vergesse, hier noch ein paar verspätete Gedanken zum besten Festival Deutschlands.

Das A Maze ist kein Festival im Sinne eines Hurricane oder Splash oder Fusion. Das A Maze ist viel mehr ein Hort für Enthusiasten. Es ist eine Konferenz von Außenseitern für Außenseiter. Und so doof das Wort Außenseiter auch sein mag, finde ich, beschreibt es das Klientel doch ganz gut. Es sind Leute, die mit einem anderen Blick auf Spiele zugehen. Da ist Spielspaß nur eine von vielen Variablen. Hier geht es um ernste Themen, um die Repräsentation von Vergessenen und darum, wie man die Welt besser machen kann. Es wird genauer hingesehen und gleichzeitig mehr losgelassen, als es beim neuesten Call of Battlefield üblich ist. Games werden hier gefeiert wie woanders Musik. Mittags Konferenzen, nachmittags Workshops, abends Vernissage und nachts die Party. Das A Maze ist ein rundes Erlebnis für alle, die sich nicht nur als Gamer, sondern in erster Linie als Mensch sehen.

Das Sport- und Erholungszentrum (SEZ) war ein multifunktionaler Gebäudekomplex für Sport und Unterhaltung in Berlin-Friedrichshain.

Meine diesjährigen Highlights

  • Das SEZ Berlin: Die neue Location hat mir sehr gut gefallen. Bestimmt gibt es Dinge, die früher auf dem Gelände des Urban Spree besser waren, aber insgesamt habe ich diesen kultigen DDR-Multifunktionsbau bereits ins Herz geschlossen.
  • Devolution #5: Auf dieser Ausstellung wurden die Spiele Kingdom, Hidden Folks und Ape Out in ihrer gesamten Entwicklung dokumentiert und einzelne Versionen präsentiert. Entweder gab es wie im Falle von Hidden Folks wenig bis gar keine Veränderung zu sehen oder aber krasse Genrewechsel innerhalb der Entwicklung wie bei Ape Out.
  • Hyper Talks! Diese vielfältigen Minitalks sind immer ein Highlight.
  • Project99: Ein südkoreanisches Kollektiv veröffentlicht monatlich kreativste Spiele für 99 Cent.
  • Peter Lee: Der Macher von Diner Dash macht jetzt auf Pädagoge und bringt Menschen spielerisch Goethe und die Berliner Mauer näher.
  • Music of Noita – Improvised Band Music for a Videogame: Niilo Takalainen erzählte von seiner Arbeit als Musiker. Als Designer/Programmierer finde ich diese Perspektive immer sehr spannend.
  • Sticky Cats!
  • Das VR-Spiel, wo man Hände wachsen lässt. Keine Pointe.

Und es hätte noch so viel mehr gegeben. Leider konnte ich nicht alles sehen. Auf jeden Fall hat dieses Jahr wieder sehr gut getan. Das A Maze ist und bleibt ein absolut motivierendes Festival.

John Wick: Chapter 3 – Parabellum (2019)

Der erste John Wick hat mich überrascht und gut unterhalten. Der zweite Teil war wider Erwarten nur okay. Und egal wie schlecht John Wick 3 hätte sein können, eines war sicher: Keanu Reeves enttäuscht in dieser Rolle einfach nicht.

„John Wick: Chapter 3 – Parabellum (2019)“ weiterlesen

Detective Pikachu (2019)

Detective Pikachu ist unterhaltsam und seltsam. Ein mutiger Film, der nicht besonders gut ist, aber wahrscheinlich interessanter als jede polierte Alternative. Als ich den Trailer sah, musste ich unweigerlich an die Realverfilmungen von Super Mario Bros. und Teenage Mutant Ninja Turtles denken. Die ganze Ästhetik hat mir bereits im Trailer nicht zugesagt und im fertigen Film war ich auch nur selten begeistert vom „realen“ Art Design. Meine Highlights sind die liebevollen Interaktionen mit Pokémon und der omnipräsente Humor von Ryan Reynolds. Das Ende hat mich ziemlich überrascht. Auf eine schlechte Art und Weise.

Gamers! Rise up!

🔗 Musiktipp: Sinner’s Syndrome by Moderator

Ich arbeite gerne mit Musik im Hintergrund, um in den richtigen Flow zu kommen. Ein guter Flow beim Designen oder Programmieren ist die halbe Miete. Zufällig entdeckte ich den Musiker Moderator, der genau meine aktuellen Bedürfnisse abdeckt. Irgendwo zwischen Lounge, Hip-Hop und Soundtrack gespickt mit guten Samples und eingängigen Rhythmen hinterlässt Moderator ein positives Klangbild, das noch lange nachhallt. Neben Sinner’s Syndrome empfehle ich The World Within. Und das alles kriegt man bereits ab 1 EURO bei Bandcamp. Holt euch mal wieder Musik abseits von Spotify und seid nicht zu geizig. 🙂 

Moderator is proving himself to be a master of cinematic beat-construction, evidenced by his album The World Within and other memorable appearances. The Athens-based producer is a serious player on the Greek downtempo/trip-hop scene, dazzling with a distinctive production style that leaps across genre boundaries. Lounge, hip hop, Italian horror film soundtracks, dub, Memphis soul, and even rockabilly are among the influences that phase in-and-out of Moderator’s songs. It’s like calmly turning the radio dial to a random station, yielding a surprising but pleasant discovery. 

Sinner’s Syndrome, the new album from Moderator on Melting Records, continues this aesthetic, and builds upon it for extra sonic satisfaction. The sound and titles of the album’s 14 tracks hint at the channeling of a dark, supernatural element, but Moderator assures us that he only uses earthly, electronic means to concoct his sampling magic. Regardless, Sinner’s Syndrome is sure to cast a spell on any willing listener. 

Highlights include “Sweet Curse” with its captivating boom-bap take on southern blues; the upbeat “Red Headed Devil” which evokes a ‘50s lounge band experiencing time travel; the late night backwoods roadhouse stomp of “Zombie Girl”; and the gentle “No Other Love” with its spaghetti western flavor and thoughtful poetics. These moods are made for groovin’, and there’s plenty here for eclectic-minded DJs and home listeners to love. Enter the world of Moderator’s Sinner’s Syndrome … once you’re here, there’s no escape. 

Sinner’s Syndrome by Moderator