🔗 Queer Tolkien

If you’re a certain type of Lord of the Rings reader, you’re probably yelling, “Tolkien was a Catholic born in the Victorian era! He never would have written about gay people!” But there are examples of queerness in Tolkien’s time and place, and any speculation is backed by historical context.

Queer readings of The Lord of the Rings are not accidents

Ein Essay über queere Liebe zu Zeiten Tolkiens und zwischen Frodo und Sam in „Der Herr der Ringe“.

🔗 DISCOvered | Meine Musikempfehlungen

Seit Jahren höre ich täglich stundenlang Musik. Die Bandbreite reicht von Neoklassik über Dark Trip-Hop bishin zu Pop und Rock. Ich werde nicht müde, mich durch alte Playlists zu hören, aber noch viel lieber entdecke ich neue Perlen aus exotischen Genres von unbekannten Artists.

Meine letzte große Entdeckung war die Musik des Künstlers Szymon, der viel zu jung verstarb. Seine Familie veröffentlichte posthum seine Musik in zwei Alben. Der wundervolle Mix aus Folk, Pop und Electronica bietet einen späten Einblick in das musikalische Erbe von Szymon.

Szymon und viele weitere Künstler:innen findet ihr in meiner Playlist „DISCOvered“ auf Spotify. Hinter jedem Song steckt eine Geschichte. Vielleicht entdeckt auch ihr so eure neue musikalische Perle von bekannten oder unbekannten Genregrößen.

🔗 Verschwörungstheorien aus der Sicht eines Gamedesigners

When I saw QAnon, I knew exactly what it was and what it was doing. I had seen it before. I had almost built it before. It was gaming’s evil twin. A game that plays people. (cue ominous music)

A Game Designer’s Analysis Of QAnon

via @Nerdmeetsyou

🔗 DALL-E: a teapot in the shape of a pikachu

We’ve trained a neural network called DALL·E that creates images from text captions for a wide range of concepts expressible in natural language.

DALL·E: Creating Images from Text

DALL•E erzeugt Bilder aus wilden Begriffskombinationen. Die Seite ist auch interaktiv und man kann sich durch verschiedene Kreationen klicken. Ich mochte die Avocadosessel und die Schnecken „made of harp“.

via @LorenzoPilia

2020

Eigentlich wollte ich dieses Jahr mit einem Text beenden, der über dieses Jahr hinwegtäuschen sollte. Ich wollte über meine liebsten Filme des Jahres schreiben. Ein Jahresrückblick ohne echten Einblick. Ich begann bereits, die Filme dafür in meinem Kopf aufzulisten. Doch dann kam etwas Entscheidendes dazwischen: Ein Film. Ein Film, der mich nicht ablenkte, sondern aufweckte. Ein Film, der mich fühlen ließ und mich zum Nachdenken anregte.

Dieses Jahr war kein einfaches Jahr. 2019 endete mit sehr deutlichen Trommelschlägen und 2020 war der sehr lange Tusch. Ich fand zu mir und zu anderen. Ich näherte mich alten und neuen Freunden. Ich empfand alle Emotionen, die eine Skala zu bieten hatte. Um mich herum zerbrachen Träume, Familie und Freundschaften. Ich wurde abgewiesen, ich fand Zuflucht und verlor mich selbst aus den Augen. Es war schwierig genug, es allen recht machen zu wollen. Noch schwieriger war aber, mir selbst gerecht zu werden und auf diesem Weg, andere zu vernachlässigen. Das ist normalerweise nicht meine Art und es tut mir noch immer Leid, dass ich mich für mich entschieden habe. Manchmal muss das aber so sein, hat man mir gesagt.

Danke.

Ich bin allen Menschen dankbar, die mich dieses Jahr auf kurzen und langen Passagen begleitet haben aus der Nähe und aus der Ferne. Danke für die kleinen Reaktionen im Internet und danke für die ewig dauernden Telefonate, für die ich meine teure Handyflatrate habe. Niemand hatte es dieses Jahr einfach, aber ich glaube, wir konnten zeitweise ganz gut füreinander da sein. Ich habe viele tolle Erinnerungen abgespeichert, die dieses Jahr geprägt haben: Spaziergänge, Balkongespräche und sogar ein paar Konzerte.

Kurzum: ich kann euch Pixars neuesten Film Soul wärmstens empfehlen. Ich kann zwar nicht garantieren, dass ihr anschließend total gefühlsduselig Texte vor euch hintippt, aber vielleicht inspiriert er euch anderweitig. Vielleicht meldet ihr euch bei einer geliebten Person oder ihr achtet vermehrt auf die kleinen Kostbarkeiten im Leben. Wäre ja auch schon was. Ist auf jeden fall ein toller Film. Wie dem auch sei. Ich wünsche Euch allen einen geschmeidigen Rutsch ins neue Jahr.

🔗 Ooblets + Epic

Here’s what these Epic folks are doing: First they teach every kid in the world these obnoxious dances and now they’re offering funding to game developers in exchange for PC exclusivity on their game store.

This is exactly what Marx warned us about!

We did the thing

Kein Thema regt den (ohnehin schon wütenden) Gamer so sehr auf, wie die dunklen Machenschaften des Epic Stores. Aus der Sicht von Spieleentwicklern ist der Epic Store eine Chance und keine Bürde. Und wer das nicht fassen kann, sollte sich diesen Beitrag der Ooblets-Entwickler Glumberland durchlesen.

🔗 Kanto illustriert von @simonemaendl

I started to turn my daily studies into Pokémon drawings after seeing #detectivepikachu.

I looked around the real life Kanto Region on google maps and tried to find the real world places from the game.

Swipe to see the image from maps.

Here we have professor oaks lab and your house 🙂 I wanted Pallet town to seem like a small town… but not one that only has 3 houses.

#kantoinreallife

https://www.instagram.com/p/BxuGlW4IFS0/

Auf Kotaku habe ich diese beruhigenden Bilder von Simone entdeckt. Auf Instagram gibt es mehr davon.

Das neue Genre der Autobattler

Ich hatte vor einigen Wochen die Ära des nächsten großen Genres ausgerufen:

Das Spiel DOTA Auto Chess ist Anfang des Jahres zum Hit avanciert und hat zehntausende Spieler dazu gebracht, DOTA 2 zu installieren, worauf der Spaß nämlich aufbaut. Ich habe damals auch einen Blick darauf geworfen und hatte viel Freude mit den kurzweiligen Partien. Wir haben es hier wahrscheinlich mit dem nächsten großen Genre zu tun. Nachdem MOBAs, Roquelikes, Games as a Service und Battle Royals die Spielelandschaft geprägt haben, folgt nun eine Mischung aus Tower Defense, Deckbuilding und Glücksspiel. 

Von der Mod zur App: DOTA Auto Chess für iOS und Android angekündigt

Nun wurde nicht nur das offizielle Spiel des Erfinders Auto Chess in Windeseile entwickelt. Auch die MOBA-Riesen LOL und DOTA 2 wollten etwas von dem Kuchen abhaben. In Fortnite-Manier haben Riot Games und Valve ihre eigenen Autobattler mit viel Kapital und wenig Kreativität ins Rennen geschickt. Innerhalb kürzester Zeit wurden somit drei Kopien einer Modifikation minimal entwickelt und maximal veröffentlicht. Bereits jetzt gibt es mehr Werbung, Trailer und Rekorde als für Super Mario Maker 2.

Es erinnert mich sehr an die Anfänge von PUBG und Fortnite, die das Battle Royale Genre unter sich aufgeteilt hatten. Auch da gab es keine klaren Regeln, wie das Genre zustande kommen sollte. Klar waren die Ursprünge, und dass Fortnite mit geringstem Aufwand die größte Wirkung erzielt hat. Am Ende standen aber beide Spiele an zwei verschiedenen Enden eines Spektrums. Fortnite war quietschigbunt und kostenlos. PUBG ist bis heute kostenpflichtig in der Anschaffung und wesentlich realistischer in seiner Präsentation und Spielweise. Die Autobattler haben wiederum wenig bis gar keine Alleinstellungsmerkmale.

DOTA Underlords

Das Genre ist noch so jung, dass Autochess, DOTA Underlords und League of Legends: Teamfight Tactics quasi nichts an der Grundformel geändert haben. Tatsächlich ist es aktuell vollkommen egal, auf welches Spiel man sich einlässt, um es auszuprobieren. Bloß die Spielfiguren unterscheiden sich und ein paar Nuancen im Gameplay sind anders. Die Spiele sind nichts mehr als Skelette, auf denen jetzt richtige Spiele aufgebaut werden. Es gibt weder ordentliche Progression, noch irgendein Bezahlmodel, das über dekorative Haustierchen hinausgeht.

Ich finde das alles ja sehr spannend. Im Nachhinein kann man solche Entwicklungen immer leicht nachvollziehen. Jetzt ist aber der Moment, wo man sehr offen beobachten und spekulieren kann.

Abschließend noch ein Sinnbild für alle Zugfans: Der Hypezug fährt gerade in höchster Geschwindigkeit auf glühenden Schienen und alle schrauben in einem Wettrennen am fahrenden Zug herum in der Hoffnung, sich irgendwann von den anderen abzukoppeln und das Rennen um den Hype zu gewinnen.

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🔗 Aufruf zur Software-Piraterie!

Mike Rose, Chef des Indie-Publishers No More Robots, hat sich angesichts der Bewerbung nun äußerst verärgert auf Twitter gezeigt. „Bevor ihr ein Spiel bei G2 kauft, ladet es lieber herunter! Ernsthaft! Wir sehen ohnehin kein Geld, wenn ihr dort kauft, also würden wir viel lieber sehen, dass G2A auch kein Geld bekommt“, twitterte Rose.

Indie-Publisher: „Klaut unsere Spiele lieber, bevor Ihr Sie bei einem Key-Reseller kauft!“

A Maze 2019

Die letzten Besuche hatte ich hier fein säuberlich dokumentiert. Bevor ich alles vergesse, hier noch ein paar verspätete Gedanken zum besten Festival Deutschlands.

Das A Maze ist kein Festival im Sinne eines Hurricane oder Splash oder Fusion. Das A Maze ist viel mehr ein Hort für Enthusiasten. Es ist eine Konferenz von Außenseitern für Außenseiter. Und so doof das Wort Außenseiter auch sein mag, finde ich, beschreibt es das Klientel doch ganz gut. Es sind Leute, die mit einem anderen Blick auf Spiele zugehen. Da ist Spielspaß nur eine von vielen Variablen. Hier geht es um ernste Themen, um die Repräsentation von Vergessenen und darum, wie man die Welt besser machen kann. Es wird genauer hingesehen und gleichzeitig mehr losgelassen, als es beim neuesten Call of Battlefield üblich ist. Games werden hier gefeiert wie woanders Musik. Mittags Konferenzen, nachmittags Workshops, abends Vernissage und nachts die Party. Das A Maze ist ein rundes Erlebnis für alle, die sich nicht nur als Gamer, sondern in erster Linie als Mensch sehen.

Das Sport- und Erholungszentrum (SEZ) war ein multifunktionaler Gebäudekomplex für Sport und Unterhaltung in Berlin-Friedrichshain.

Meine diesjährigen Highlights

  • Das SEZ Berlin: Die neue Location hat mir sehr gut gefallen. Bestimmt gibt es Dinge, die früher auf dem Gelände des Urban Spree besser waren, aber insgesamt habe ich diesen kultigen DDR-Multifunktionsbau bereits ins Herz geschlossen.
  • Devolution #5: Auf dieser Ausstellung wurden die Spiele Kingdom, Hidden Folks und Ape Out in ihrer gesamten Entwicklung dokumentiert und einzelne Versionen präsentiert. Entweder gab es wie im Falle von Hidden Folks wenig bis gar keine Veränderung zu sehen oder aber krasse Genrewechsel innerhalb der Entwicklung wie bei Ape Out.
  • Hyper Talks! Diese vielfältigen Minitalks sind immer ein Highlight.
  • Project99: Ein südkoreanisches Kollektiv veröffentlicht monatlich kreativste Spiele für 99 Cent.
  • Peter Lee: Der Macher von Diner Dash macht jetzt auf Pädagoge und bringt Menschen spielerisch Goethe und die Berliner Mauer näher.
  • Music of Noita – Improvised Band Music for a Videogame: Niilo Takalainen erzählte von seiner Arbeit als Musiker. Als Designer/Programmierer finde ich diese Perspektive immer sehr spannend.
  • Sticky Cats!
  • Das VR-Spiel, wo man Hände wachsen lässt. Keine Pointe.

Und es hätte noch so viel mehr gegeben. Leider konnte ich nicht alles sehen. Auf jeden Fall hat dieses Jahr wieder sehr gut getan. Das A Maze ist und bleibt ein absolut motivierendes Festival.