Her (2013)

Wie sehen Beziehungen aus, wenn jeder mit Google Glass und einer Apple Watch durch die Gegend rennt, mit Siri und Cortana redet und keinen Menschen um sich herum beachtet? In der hyperdigitalen Welt von übermorgen sind Computer ständige Weggefährten und unser soziales Zentrum.

Wie weit das soziale Techtelmechtel zwischen Mensch und Maschine gehen kann, zeigt Spike Jonze in seinem Film „Her“. Theodore Twombly, der hauptberuflich Liebesbriefe schreibt, verliebt sich darin in sein Betriebssystem Samantha. Samantha hat keinen Körper, sondern ist nur in Form ihrer Stimme anwesend. So entsteht ein wunderschönes und dichtes Kammerspiel zwischen Joaquin Phoenix und der Stimme von Scarlett Johansson. 

Besonders begeistert hat mich die Darstellung der Zukunft. „Her“ wurde in Shanghai gedreht und die Stadt wurde zu meinem heimlichen Star des Films. Spike Jonze beweist durch subtile Anpassungen von Mode und Architektur sehr viel Stil – fernab von allen dystopisch-zerstörten oder klinisch-modernen Zukunftsvisionen, auf die sonst zurückgegriffen wird. 

Kurzum: Ich mag „Her“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.