Tarkin

James Lucenos Roman Tarkin ist eine Hymne auf den Großmoff aus dem Star Wars Universium. Tarkin ist der grau-behaarte, kantige Gouverneur, der den Todesstern kommandiert und mit ihm in Episode IV untergeht. Der Roman spielt einige Jahre davor. Darth Vader gibt es schon und das All wird vom Imperium beherrscht. Es gibt zahlreiche Rückblicke in Tarkins Jugend, die gut veranschaulichen, wie ein Mensch zu so einem Apparat des Bösen werden konnte. Die eigentliche Geschichte dreht sich um die akribische Jagd nach einer Gruppe von Rebellen, wodurch das Buch den Anstrich eines Detektiv- oder Kriminalromans bekommt.

Klingt jetzt erstmal gar nicht so schlecht. Und ich habe vorab viel Gutes über Tarkin gehört. Ich hatte auch meinen Spaß bei einigen Passagen, aber das Buch strotzt vor langen Erklärungen zu Schiffen und hat furchtbar langweilige Abschnitte über irgendwelche politischen Akteure. Und auch die restlichen Charaktere sind entweder unterkühlte Nazis oder rachsüchtige Dissidenten. Da lob ich mein anderes Star Wars Buch Verlorene Welten, ein Roman mit Herz. Weder Tarkin noch Tarkin haben nämlich eins.

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