The Revenant (2015)

Über diesen Film spricht die Welt (um mich herum). Ich dachte ja, ich würde „The Revenant“ gar nicht im Kino sehen, weil ich gar nicht sooo sehr interessiert war. Als ich dann aber der Einladung zu einer OV-Vorstellung folgte und im Kinosaal zwischen Hunderten anderer Zuschauer saß, war ich doch irgendwie angefixt. Die riesige Leinwand im Cinestar Frankfurt ließ mich in den kalten Western eintauchen. Wahrscheinlich ist „The Revenant“ per Definition gar kein Western, aber er spielt im 19. Jahrhundert in den USA und es gibt Pistolen, Pfeile und Bögen. Das reicht mir, um sagen zu können, dass ich hier einen modernen Western gesehen habe. 

Die meisten wissen es wahrscheinlich schon, aber der „The Revenant“ wurde größtenteils mit natürlichem Licht gefilmt. Ich kann nicht behaupten, dass ich den Unterschied ständig gemerkt hätte, aber der Film sieht un-fucking-fassbar gut aus. Kein verschmiertes 3D. Stattdessen wunderschöne Aufnahmen der Natur und packende Aufnahmen brutaler Kampfszenen, die mit wenigen Schnitten auskommen und so für viel mehr Spannung sorgen, als jeder aktuelle Actionfilm (mit Ausnahme von „Mad Max: Fury Road“).

„The Revenant“ hat neben des Racheplots keine Story. Man folgt Leonardo DiCaprio auf seiner beschwerlichen und unglaublichen Reise und beobachtet, wie er von einem Bärenangriff in den nächsten Baum fällt. Irgendwie fühlt es sich wie „Gravity“ an. Man ist alleine mit der Hauptfigur, fiebert verzweifelt mit und spürt die Schmerzen am eigenen Leib. Für viele ist diese Art des Geschichtenerzählens dünn und unlogisch. Für mich ist es beste Kinounterhaltung. Inhaltlich nicht tiefer als ein Transformers, aber film- und spannungstechnisch ein Meisterwerk. 

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