Wer von euch hat schon mal das Wort Demokratie gehört?

Solche und ähnliche Fragen stelle ich, wenn ich mit dem Verein Creative Change unterwegs bin. Wir bilden ein Team aus vier bis fünf jungen Erwachsenen und führen Workshops an deutschen Schulen durch. Die Themen sind Demokratie, Integration und allgemeine Sozialkompetenzen. Wir diskutieren, klären auf und spielen Theater. Auf kreative Art und Weise vermitteln wir ein Weltbild, das von Respekt geprägt ist. Wieso ich das mache? Weil es in Zeiten von erstarktem Rechtspopulismus für mich eine Selbstverständlichkeit ist, sich für unsere demokratischen Grundwerte einzusetzen.

Das Projekt begann mit der Flüchtlingswelle aus Syrien. Die Schulen, die wir besuchten, hatten bereits syrische Kinder aufgenommen und wir erlebten hautnah, wie unterschiedlich die Integration funktionierte. Wir konnten Unterschiede in den verschiedenen Altersstufen ausmachen und Vorurteile in den neuen und alten Bundesländern vergleichen. (Je jünger die Schüler, desto besser klappt die Integration. Im Osten Deutschlands gab es vermehrt Vorurteile, Wissenslücken und Fehlinformationen.)

Falls ihr also die Gelegenheit habt, helft. Helft denen, die es schwerer haben als ihr selbst. Helft den Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten. Helft den Jugendlichen, die perspektivlos rechtes Gedankengut aufsaugen. Wir kämpfen einen Kampf, den wir nicht mit Gewalt und Hass austragen können. Nur die, die die Welt als Einheit sehen, können einen Wandel in eine bessere Zukunft bewirken.

🔗 Neoliberalism – the ideology at the root of all our problems

George Monbiot kritisiert Neoliberalismus – ausführlich und spannend

The freedom that neoliberalism offers, which sounds so beguiling when expressed in general terms, turns out to mean freedom for the pike, not for the minnows.

Freedom from trade unions and collective bargaining means the freedom to suppress wages. Freedom from regulation means the freedom to poison rivers, endanger workers, charge iniquitous rates of interest and design exotic financial instruments. Freedom from tax means freedom from the distribution of wealth that lifts people out of poverty.

Dieser Artikel aus The Guardian hat nicht direkt mit der gestrigen Wahl zu tun und ist trotzdem das Interessanteste, was ich dazu gelesen hatte. Es geht um den Aufstieg des Neoliberalismus, die Fehler und die fehlenden Alternativen.

🔗 99 Prozent der Deutschen überschätzen die weltweite Armut

Oxfam-Umfrage: Deutsche überschätzen Armut

Dass die Zahl der Menschen in extremer Armut in den vergangenen 20 Jahren weltweit um die Hälfte verringert werden konnte, wissen nur 0,5 Prozent der Deutschen. 92 Prozent der Deutschen gehen vielmehr fälschlicherweise davon aus, dass die Armut gleich geblieben oder angestiegen ist.

Armut ist und bleibt ein Problem, aber man sollte optimistisch in die Zukunft blicken.

🔗 Schweden macht’s vor: Günstige Reparaturen

Sweden Wants To Fight Our Disposable Culture With Tax Breaks For Repairing Old Stuff

„If we want to solve the problems of sustainability and the environment we have to work on consumption,“ Sweden’s finance and consumption minister Per Bolund told The Local. „One area we are really looking at is so-called ‘nudging.’ That means, through various methods, making it easier for people to do the right thing.“ Nudging might involve clearer signage to reach the recycling station, for example.

So sollte man mehr Probleme lösen. Den freien Markt so richten, dass Nachhaltigkeit siegt.

STOP THAT SHIT: Key-Reseller sind Betrüger

Wem G2A, G2play und Kinguin ein Begriff sind, horcht her. Key-Reseller sind eine einzig große Geldwäsche für Kreditkartenbetrüger. Wer also auf G2A und Konsorten ein Spiel zum Schnäppchenpreis ergattert, finanziert damit vorrangig Verbrecher. Vor allem kleine Entwickler leiden an den Rückzahlungen durch Kreditkartenunternehmen und dem zusätzlichen Aufwand.

Natürlich habe ich früher auch schon selbst ein paar Games darüber gekauft. Es fühlt sich halt legal an. Man bezahlt und lädt dann ein Spiel auf den bewährten Plattformen wie Steam und Origin herunter. Woher die günstigen Schlüssel kommen? Natürlich von supernetten Menschen, die zufällig 100 Keys zu viel beim Humble Bundle gekauft haben. Oder die Keys sind vom LKW gefallen. Na klar.

Und mir ist natürlich klar, dass Teile des Markts wirklich legal sind, und dass man so einen Markt vielleicht sogar braucht, wenn alles nur noch digital ist. Das Problem ist aber, dass das Weiterverkaufen von Keys in seiner jetzigen Form zu kriminell ist, um es mit gutem Gewissen zu unterstützen.

Wenn euch das jetzt nicht genug Infos waren oder ihr grundsätzlich anderer Meinung seid, kann ich euch noch folgende Artikel und Berichte ans Herz legen:

G2A, Piracy, and the Four Currencies:

When you buy a key on G2A, a lot of the time you’re buying a Steam Key somebody bought with a stolen credit card. When the cardholder inevitably finds out, they issue a chargeback and the credit card company refunds them, taking the money from the store (plus a fee), and giving it to the fraud victim. This means the store (or developer if they’re selling direct) made negative money on the sale of that key, […].

G2A sold $450k worth of our game keys:

The problem is that this business model is fundamentally flawed and facilitates a black market economy. I’ve spoken to a merchant on G2A about how he’s making $3-4k a month, and he outlined the core business model:

  • Get ahold of a database of stolen credit cards on the darkweb
  • Go to a bundle/3rd party key reseller and buy a ton of game keys
  • Put them up onto G2A and sell them at half the retail price

IndieGameStand has had $30,759.42 in fraudulent credit card charges and transactions:

This scam really pisses me off – mainly because these people aren’t stealing from large rich corporations but taking advantage of smaller companies and indie developers. For indie developers and sites like IndieGameStand, every purchase means a lot.

The Key Masters: Reselling and the Games Industry:

Fast2Play, Kinguin and G2Play are sites which are all owned by a company called 7 Entertainment. Fast2Play is a store where keys are sold to customers, whereas Kinguin is a “marketplace” which allows users to sell keys between themselves. G2A are a separate entity: their business also has both store and marketplace components.

All of these sites had listings for the game but were unable to supply any proof that they were genuine copies that we had authorised. We had never received a share of sales from any of them.

🔗 Full Metal B*tch

Edge of Tomorrow‘s Angel of Verdun: Nuanced Female Characters (Kleine aber feine Spoilergefahr!)

He’s basically following her instructions the entire film. Yes, he gets better and better in battle the more times he experiences the day – but he never surpasses her. He has to work to get up to her level.

Yes, Rita inspires him. But she inspires the whole world, and with good reason. He’s not trying to win her approval, or win her romantically, or even protect her. She inspires him, because she’s the kind of person he wants to be, which is extremely rare in film. It’s rare that we see a male character (several, in fact) in a film look up to a female character; want to be her.

Nachtrag zu Edge of Tomorrow und Emily Blunts Rolle. Es sollte mehr Frauenfiguren wie ihre in Filmen und anderen Medien geben.

 

A New Adventure in Video Game Accessibility

Als Designer wird man immer wieder mit dem Begriff „Accessibility“ konfrontiert. Noch viel häufiger vergisst man diesen Begriff. Leider. Denn Accessibility soll Medien für eine möglichst breite Masse öffnen. Nicht nur der Durchschnittsmensch sollte beim Design bedacht werden, sondern auch alle, die zum Beispiel nicht sehen oder hören können. So wie jede U-Bahn einen Fahrstuhl haben sollte, sollte jedes Medium so entworfen werden, dass man den Zugang maximal erleichtern kann.

Das verlinkte Video zu Uncharted 4 ist einerseits sehr geschicktes Marketing und andererseits eine wichtige Erinnerung an alle Entwickler und Designer, dass es da draußen Menschen mit anderen Bedürfnissen und Anforderungen gibt. Hoffen wir einfach, dass die Botschaft des Videos bald so selbstverständlich und unspektakulär sein wird, dass man damit kein Marketing mehr betreiben kann.

via ‏@the_whispering

🔗 #Haulternative – 7 Tipps für Slow Fashion

#Haulternative – 7 Tipps für Slow Fashion

Der Hashtag #haulternative ruft eigentlich dazu auf, stattdessen Second Hand Kleidung zu zeigen. Das mache ich hier heute auch, alle Bilder zeigen meine liebsten Second Hand Teile, die mittlerweile fast die Hälfte meiner Garderobe ausmachen. Zusätzlich gibts aber auch noch ein paar Tipps zum Thema Slow Fashion.

Das Rotköpfchen macht sich Gedanken zum nachhaltigen und bewussten Konsum in Sachen Mode. Die Tipps und Tricks kann man aber auch gut auf andere Bereiche übetragen. Ich plädiere für Slow Möbel und Slow Technik! (Zumindest was Konsum angeht. Langsame Technik wäre nämlich nicht so meins.)