🔗 Aufruf zur Software-Piraterie!

Mike Rose, Chef des Indie-Publishers No More Robots, hat sich angesichts der Bewerbung nun äußerst verärgert auf Twitter gezeigt. „Bevor ihr ein Spiel bei G2 kauft, ladet es lieber herunter! Ernsthaft! Wir sehen ohnehin kein Geld, wenn ihr dort kauft, also würden wir viel lieber sehen, dass G2A auch kein Geld bekommt“, twitterte Rose.

Indie-Publisher: „Klaut unsere Spiele lieber, bevor Ihr Sie bei einem Key-Reseller kauft!“

🔗 Dein Hobby muss nicht zur Arbeit werden

How did we get to the point where free time is so full of things we have to do that there’s no room for things we get to do? When did a beautiful handmade dress become a reminder of one’s inadequacies? Would the world really fall apart if, when I came home from a long day of work, instead of trying to figure out what I could conquer, I sat down and, I don’t know, tried my hand at watercolors? What if I sucked? What if it didn’t matter? What if that’s not the point?

The Modern Trap of Turning Hobbies Into Hustles

🔗 TIL: Cheats sind strafbar in Südkorea

In Südkorea sind Games ein Kulturgut wie bei uns Sport. Für die E-Sports-Events versammeln sich tausende Menschen in Arenen und vor den Bildschirmen, um ihren Stars beim Klicken und Klackern über die Schulter zu schauen. Und um dieses Kulturgut zu schützen, gibt es eine Gesetzeslage, wie wir sie uns gar nicht vorstellen können. Wer dem Wettbewerb durch Manipulation schadet, kann bis zu zwei Jahre in Haft und 18.000$ Strafe zahlen.

Though jail time for cheating in a video game might seem extreme, the law is intended to protect the sanctity and viability of the gaming industry in South Korea, including South Korea’s booming esports scene. Effectively, it’s a digital equivalent of policies outlawing performance-enhancing drugs or similar activities detrimental to competitive sports. For a healthy competitive scene to thrive, hacks that could alter a competition’s outcome — or boosting to falsify someone’s qualifications outright — can’t go unpunished.

South Korean authorities arrest 13 suspects in Overwatch cheating investigation | Blizzard Watch


Wofür steht TIL? „Today I Learned“ heißt „Heute lernte ich“. TIL ist ein beliebtes Akronym, um sich über interessante oder kuriose Fakten auszutauschen.

Politische Podcasts

Nicht zuletzt seit den US- und Bundestagswahlen beschäftige ich mich zunehmend mit Politik und dem allgemeinen Weltgeschehen. Das ist nichts womit ich mich rühme, weil ich echt ungern mit Leuten über Politik streite. Trotzdem teile ich gerne meine Informationsquellen, die zu großen Teilen aus Podcasts bestehen. Wo früher mal Unterhaltung, Technik und Filme im Vordergrund standen, laufen jetzt auch andere Themen und Stimmen über meinen Podcast-Client. Hier meine Liste mit Empfehlungen, um sich gegen Angstmacher und Demokratiefeinde zu wappnen:

  • Die Wochendämmerung mit Katrin Rönicke & Holger Klein
    Früher exklusiv für Audible-Kunden, jetzt auch auf dem freien Podcastmarkt zu abonnieren, ist die Wochendämmerung ein ehrlicher Wochenrückblick ohne zu speziellen Fokus mit toller Besetzung.
  • Lage der Nation mit Philip Banse und Ulf Buermeyer
    Schon länger einer meiner Lieblingspodcasts, wenn ich mich über die politische Lage in und um Deutschland herum informieren will. Interessante Themen, gut aufgearbeitet.
  • Logbuch: Netzpolitik mit Linus Neumann und Tim Pritlove
    Ein tiefgehender aber verständlicher Blick auf die aktuelle politische Lage im Internet und drumherum. Erscheint trivial, ist es aber nicht, wenn einem das Internet wichtig ist.
  • Pod Save America
    Ein paar junge Männer, die für Obama Reden geschrieben haben, erklären, was Trump schon wieder falsch gemacht hat und wie man sich gegen rechten Populismus wehren kann. Spoiler: mit Demokratie.

Habt ihr weitere Empfehlungen? Ab in die Kommentare damit.

🔗 Fearless Girl: Werbung und Kunst

And yet, there she is, the Fearless Girl. I love the little statue of the girl in the Peter Pan pose. And I resent that she’s a marketing tool. I love that she actually IS inspiring to young women and girls. And I resent that she’s a fraud. I love that she exists. And I resent the reasons she was created.

Sie geht durchs Netz und alle lieben sie – außer der Künstler des Charging Bull, der Statue, die Fearless Girl gegenübersteht. Greg Fallis zeigt, wieso Arturo Di Modica wütend sein darf.

seriously, the guy has a point (via)

Foto von Anthony Quintano (Lizenz: CC BY 2.0)

60 Jahre EU auf den Punkt gebracht

Ich poste eigentlich ungern ein Facebook-Video, aber da das YouTube-Pendant (noch) nicht übersetzt wurde, hatte ich keine andere Möglichkeit, Esteban González Pons hier zu Wort kommen zu lassen. Er spricht zur 60-Jahr-Feier der Europäischen Union über die Quintessenz dieses Bündnisses. Er fasst die Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft treffend und mit den richtigen Worten zusammen. Wahrscheinlich fliegen tagein tagaus solch wortgewaltige Reden durchs Netz, aber ich finde sie so selten und ich war so beeindruckt von dieser Rede, dass ich nicht widerstehen konnte, sie zu verbreiten. Gönnt euch dieses Video und gönnt euch die Demokratie, die uns die EU ermöglicht. Und vergesst nicht, für Demokratie einzustehen und gegen Politikverdrossenheit aufzustehen. Amen.

🔗 Das Aussterben der Banane

If you were born after 1950, you are unlikely to have ever purchased any banana other than the Cavendish clone—other than what is now the world’s largest organism.

Ein dramatischer Einblick in die Welt der Monokulturen.

Humans Made the Banana Perfect—But Soon, It’ll Be Gone | WIRED (via)

🔗 Endgegner Computerspiel

Das Nuf über eine Infoveranstaltung für Eltern über Videospiele

Es bleibt mir ein Rätsel. Warum sind einige Eltern nicht bereit sich die Frage zu stellen warum sie Computerspiele so schlimm finden. Was genau sie für die Entwicklung ihrer Kinder befürchten. Warum sie das Digitale im weiteren Sinne so verteufeln. Warum sie glauben, dass exzessives Lesen gut, exzessives Computerspielen schlecht ist. Und v.a. „Computerspiele“ – ich möchte mal wissen, wie viele Eltern überhaupt wissen WAS ihre Kinder spielen (wollen) und was das für Spiele sind, um was es da geht oder was ihnen dabei Spaß macht. Wie viele ängstliche Eltern haben sich zum Beispiel schon mal auf YouTube ein Let’s play angesehen?

Im Jahr 2017 hätte ich mehr Offenheit gegenüber Computerspielen erwartet. Jedes Medium hat doch bekanntermaßen seine wertvollen Beiträge und den offensichtlichen Schund. Gebt euch bitte Mühe, offen für die Interessen eurer Kinder zu sein, wenn ihr Eltern seid.

Rassentrennung bei der NASA

Hidden Figures (2016)

Ich schrieb Hidden Figures auf meine Filmliste für dieses Jahr, nachdem Scath den Film bereits vorab gesehen und mir empfohlen hatte (Danke!).

Meine Erwartungen

Laut Trailer sollen dort drei Afroamerikanerinnen in den 60er Jahren einen großen Beitrag zur frühen Raumfahrt der NASA geleistet haben. Natürlich basiert alles auf einer wahren Begebenheit und ist irgendwo zwischen Drama und Feel-Good-Movie angelegt, oder?

Der Film

Ja, ja, ja und ja! Hidden Figures ist alles, was man sich darunter vorstellt, wenn man Ausschnitte gesehen oder Beschreibungen gelesen hatte. Es ist ein wahrer amerikanischer Film, der die Geschichte der USA auf die beste Art und Weise aufrollt, ohne nervig nationalistisch zu sein. Es ist natürlich kein atemberaubendes Kunstwerk. Das ist einfach solides Hollywoodmachwerk mit bestem Inhalt und guten Darstellern. Wer sich also neben La La Land für zwei gute Stunden im Kino entspannen will, während die USA in Flammen stehen, sollte Hidden Figures ganz oben auf die To-See-Liste setzen.

Zwischen Pharrell Williams und Donald Trump

Dieser Film kommt zur richtigen Zeit in die Kinos und jeder Oscar würde einem Statement gleichen. Denn alles an diesem Film ist so Anti-Trump, dass man sich mal wieder fragt, wie das in ein und dem selben Land entstanden sein kann. Hidden Figures zeichnet ein krasses Bild der Rassentrennung in den USA, wie man es sich heutzutage nicht mehr ausmalen kann. Toiletten und Busreihen sind nach Hautfarben getrennt. Sogar Kaffeepötte werden gesondert beschildert, damit ja keine Schwarze den guten Kaffee der Weißen beschmutzt. Furchtbar, aber lange Zeit Realität. Und jetzt machen wir wieder einige Schritte zurück in diese Richtung dank viel zu vieler rechter Vollidioten.

Tja. Noch was Positives zum Abschluss? Besonders gut gefiel mir der Soundtrack, der zu großen Teilen aus Soulnummern von Pharrell besteht. Hans Zimmer ist zwar für den soliden Score aus dem Orchestersaal verantwortlich, aber erst die souligen Einlagen von Pharrell, Mary J. Blige und Alicia Keys machen Hidden Figures zu einem emanzipierten Film über eine afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung.