🔗 Vergessene Riesen von Thomas Dambo

Little Tilde | Thomas Dambo

Thomas Dambo hat um Kopenhagen herum riesige Holzskulpturen versteckt, die an Maurice Sendaks „Wo die wilden Kerle wohnen“ erinnern. Der dänische Designer arbeitet mit gebrauchten Materialien und platziert seine Werke an besonderen Orten. Orte, die man sonst nicht entdecken oder wertschätzen würde. Wälder, die unsere Aufmerksamkeit verdienen. Lichtungen, die einen belohnen, wenn man sie aufsucht. Besonders gut gefällt mir der Brückentroll Oscar.

Kreative Musikvideos sind Mangelware

Cassius ft. Cat Power Pharell Williams | Go Up

Kreative Musikvideos sind Mangelware. Kennt ihr vielleicht noch Perlen dieser sträflichst vernachlässigten Videokunst? Mir fallen gerade nur zwei Namen ein, wenn ich daran denke: Michel Gondry und OK Go. Ich muss auch zugeben, dass ich seit dem Ende von MTVs Musiksendungen keine nennenswerte Zahl an Clips mehr gesehen habe. Das liegt aber wahrscheinlich auch genau daran, dass die allermeisten Videos wirklich langweilig sind. Go Up von Cassius ist da eine sehr willkommene Abwechslung. Auch scheint Alex Courtès, der Regisseur hinter diesem zweigeteilten Geniestreich, schon mehrere andere kreative Auswüchse hervorgebracht zu haben. Unter anderem auch dieses Video von Justice und diesen legendären Clip für Seven Nation Army. Da lässt sich definitiv ein Muster erkennen, das zwischen den ganzen seelenlosen Popvideos heraussticht.

🔗 Fearless Girl: Werbung und Kunst

And yet, there she is, the Fearless Girl. I love the little statue of the girl in the Peter Pan pose. And I resent that she’s a marketing tool. I love that she actually IS inspiring to young women and girls. And I resent that she’s a fraud. I love that she exists. And I resent the reasons she was created.

Sie geht durchs Netz und alle lieben sie – außer der Künstler des Charging Bull, der Statue, die Fearless Girl gegenübersteht. Greg Fallis zeigt, wieso Arturo Di Modica wütend sein darf.

seriously, the guy has a point (via)

Foto von Anthony Quintano (Lizenz: CC BY 2.0)

🔗 Miyazaki – An Art Show Tribute

Spoke Art is proud to present the Miyazaki Art Show – a whimsical showcase of over fifty artists from around the world celebrating the films of Japanese film-maker and animator Hayao Miyazaki.

Studio Ghibli hat meinen Medienkonsum der Vergangenheit mitgeprägt wie kaum eine andere Filmproduktion. Vor allem die Filme von Hayao Miyazaki waren für mich ein Tor in die japanische Kultur, die ich lieben gelernt habe. Bescheiden, perfektionistisch und ohne klare Grenzen und Regeln werden hier Geschichten erzählt, wie wir sie im „Westen“ nicht gewohnt sind. Gut und Böse verschwimmen in einer grauen Masse. Klischees werden umgangen und weibliche Heldenfiguren gab es bei Ghibli bereits, bevor Rey auf Jakku zurückgelassen wurde (Star-Wars-Referenz). „Miyazaki – An Art Show Tribute“ weiterlesen

🔗 The Photos | The Atlas of Beauty

The Atlas of Beauty

Chris Collins bringt es auf den Punkt. Kunst ist immer wundervoll. Ihr dürft euch nicht von einzelnen Meinungen entmutigen lassen und vergleicht euch nicht mit einem Bruchteil der Kunst, die man im Internet findet.

Seit einiger Zeit rede ich mit zahlreichen Freunden über das Thema Kunst und die Darstellung eben dieser. Wie viele potentielle Meinungsmacher, Freudenbringer und Lebensretter sind wohl auf irgendwelchen Notizbüchern und Festplatten verschollen, weil sich ihre Erfinder und Schöpfer im Schatten des eigenen Geschmacks verlieren. Nur weil man sich mit den vermeintlich Besten vergleicht, muss man nicht in der selben Liga mit den selben Regeln spielen. Ich will auch so malen können wie Rembrandt, aber ich will nicht bekannt werden als „der Typ, der so malen konnte wie Rembrandt“.

Jeder sollte Vorbilder haben – aber was bringen einem Vorbilder, wenn sie die eigene Kunst hemmen. Fühlt euch durch sie motiviert, aber geht euren eigenen Weg mit euren eigenen Regeln und euren eigenen Fans. Falls irgendein Mensch aus dem Internet sich die Mühe macht, dir zu sagen, dass deine Kunst stinkt, darfst du nicht vergessen, dass zehn andere dir nicht geschrieben haben, dass sie durch deine Kunst inspiriert wurden. Oder wie oft hast du dich schon bei deinen Quellen der Inspiration schriftlich bedankt?

Franz Kafkas Lebenswerk sollte auf seinen eigenen Wunsch hin zerstört werden. Er konnte nicht den Wert in seinen Texten sehen, aber viele Millionen tun es bis heute. Seid nicht wie Franz Kafka, sondern wie sein Freund Max Brod, der Kafkas Kunst förderte, sich seinem Wunsch widersetzte und sein Werk veröffentlichte. Seid Künstler und zeigt es der Welt. Helft Freunden, Künstler zu sein und ermutigt sie, ihre Werke zu veröffentlichen. Noch nie war es so einfach und günstig, der Welt seine Kunst zu zeigen. Traut euch, sonst verliert die Welt ihren nächsten Franz Kafka.

(via Your Art is Wonderful | Nonsense Thoughts)