🔗 Inspirograph

Inspirograph

Gone Home

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Ihr kommt nach eurem Auslandsaufenthalt zurück und betretet das neue Haus eurer Eltern. Niemand ist da, es stürmt, es ist dunkel und jedes Brett knarzt und biegt sich im Wind. Die perfekte Ausgangslage für ein Videospiel über Monster, Geister und Dämonen. Doch die gibt es genau so wenig wie eine Waffe. Ihr könnt nur gehen, Dinge betrachten und Türen öffnen. Was wie ein schlechter Witz und nach viel Langeweile klingt, ist die Grundlage für eine grandiose Coming-of-Age-Geschichte. Denn mit der Erkundung des Hauses erschließt sich euch die Geschichte einer ganzen Familie. Besonders die Erlebnisse der jüngeren Schwester gehen dank gesprochener Tagebuch-Einträge ans Herz.

„Gone Home“ ist die Pflichtlektüre unter den Videospielen.

🔗 Freunde im Netz: Nina Behr

Freunde im Netz: Nina Behr

Which are you? The lift or the drag force on people around you?

You might not actually know, so pay attention today to how you interact with everyone. For some, you might be positive, but for others you might be negative. See if you can find it in you to provide lift instead.

Be the force that lifts everyone around you.

„Are You a Lift or Drag Force?“ | zenhabits

Ich mag es ja sehr, mich mit sozialen Fragen auseinanderzusetzen. Immerhin entscheidet die soziale Bildung und Bereitschaft, wie gut es den Menschen um einen herum geht. Also lasst uns mal darüber nachdenken, ob und wann wir Menschen hoch- oder runterziehen.

🔗 Freunde im Netz: rotköpfchen

Freunde im Netz: rotköpfchen

Entliken

Da ist man bereits seit Jahren auf Facebook, nennt es ein soziales Netzwerk und hasst es, weil es so asozial ist. Meine Timeline ist gepflastert mit Werbung, geteilten Links und den Beiträgen von Seiten, die ich irgendwann mal ge-liked habe. Trotzdem bleibt Facebook viel zu oft meine Seite der Prokrastination. Wenn ich mal nicht weiter weiß und auch nur eine Sekunde zu ungeduldig bin, erwische ich mich dabei, wie ich gedankenverloren Facebook aufsuche. Wegen meiner Freunde, die ich wiederum nicht in meiner Timeline wahrnehme.

Was habe ich also gemacht und mich gewundert, dass ich es nicht schon viel früher getan habe? Entliken. Ich habe kurzerhand ALLE unpersönlichen Seiten wie „Zeit Online“, „Der Postillon“ und „Pokemon“ aus meiner Timeline getilgt. Und da hat sich einiges an Staub angesammelt über die vergangenen Jahre! Übrig geblieben sind ein paar Seiten von Freunden und Kollegen. Und nun ist meine Timeline dank Facebooks Sortierung immer noch scheiße, aber weniger scheiße. Wenn ich nun von Links und Videos bombardiert werde, kann ich sicher sein, dass es irgendeinen Bezug zu meinen Freunden hat und das tut irgendwie gut. Facebook ist nun wieder Facebook – nur so spannend, wie meine Freunde auf Facebook spannend sind*.

*Hab euch lieb. <3

Civilization 4

Aus irgendeinem mir unerfindlichen Grund besitze ich dieses Spiel. Bislang entzog es sich jedoch meiner Aufmerksamkeit. Civilization war für mich seit jeher ein Sucht-Phänomen, mit dem ich nicht in Berührung kam. Legenden erzählen von ganzen Studiengängen, die durch das Spielen eines Civilization-Teils zu kurz gekommen sind.

Nun hatte ich mal wieder Zeit und Lust, ein neues Spiel auszuprobieren. Weshalb also nicht gleich einen der absoluten Klassiker der Aufbaustrategie? In Civilization (kurz „Civ“) baut man nämlich einen Staat mit Städten, Straßen, Arbeitern und Kriegstruppen. Man besiedelt Land, baut seine Grenzen aus und trifft währenddessen auf das Ausland und andere Zivilisationen, die mit und gegen einen wachsen. Es entsteht also ein strategisches Abwegen zwischen friedvoller Diplomatie und erbarmungsloser Kriegsführung. Während man zu Beginn simple Entscheidungen trifft, entsteht im Laufe der Geschichte eine komplexe Partie Schach. Civ spielt man nämlich ohne Zeitdruck, rundenbasiert.

Und so entsteht folgender verhängnisvoller Satz: Nur noch eine Runde! Diese Lüge sollte jedem Spielsüchtigen bekannt sein. Aus einer Runde werden zwei und am Ende schaut man ungläubig auf die Uhr, die Zeuge eines vergeudeten Tages wurde. Man mag zwar die Weltherrschaft an sich gerissen und den größten Spaß seines Lebens gehabt haben, aber der Tag, ein Wochenende oder ein gesamtes Studium sind komplett an einem vorbeigegangen. Civ, du süße Perle der Spielkultur, ich musste dich leider nach nur einer unvollendeten, aber durch und durch unterhaltsamen Partie von meiner Festplatte löschen. Leb wohl, bis zur nächsten Runde. 

Feed me

In Zeiten von Facebook und Twitter wissen die Leute gar nicht mehr, dass es Feeds und Feedreader gibt. Diese Begrifflichkeiten sind vielmehr die Überbleibsel einer fantastischen, freien und offenen Internetkultur. Nur so als Hinweis: Feeds sind die besseren Lesezeichen! Also testet mal feedly, feedreader.com oder Minimal Reader und speichert euch dort diesen Link – und alles, was ihr sonst so digital konsumiert.

Dungeons & Dragons

Der würfelt rollt auf die andere Seite des Tisches. Alle Augen darauf gerichtet. Das Licht ist gedimmt und schaurige Musik spielt leise im Hintergrund. Die eckige Kugel kommt abrupt zum Stehen. 20. Critical Hit. Mein Halblingsdieb teilt vollen Schaden aus. „Vom feindlichen Skelett bleiben nur noch leblose Knochen übrig“, so unser Spielleiter.

Dungeons & Dragons ist ein Rollenspiel. DAS Rollenspiel. Jeder Nerd hat davon gehört, doch für uns Deutsche ist es bis heute ein popkulturelles Phänomen aus den USA geblieben. Niemand spielt hier klassische Rollenspiele. Und wenn doch, dann redet man nicht darüber. Es bleibt ein Nischenthema und niemand sorgt sich um die Popularität oder die Aufklärung dessen. 

Ich spielte nun erstmals Dungeons & Dragons, nachdem ich mit einigen Spieleentwicklern über das Thema Rollenspiele sprach. Es ging eigentlich um Videospiele. Durch irgendeinen Zufall sprachen wir dann doch über analoge Varianten. „Dungeons & Dragons“, „Das Schwarze Auge“ und „Shadowrun“ sind sogenannte Pen-&-Paper-Rollenspiele, die ohne Computer auskommen. Es gibt umfangreiche Regelwerke, den Zufall in Form von Würfeln und manchmal ein Spielbrett. Die Geschichte und Aktionen sind vollkommen der Fantasie des Spielleiters und der Spieler überlassen. 

Als wir uns alle begeistert und interessiert zum Thema äußerten, einigten wir uns darauf, eine eigene Rollenspielrunde zu starten. Ich wusste nicht, was mich erwarten sollte. Ich begann mich in das Thema einzulesen, sah unterhaltsame Videos und hörte stundenlang Podcasts. Eine komplett neue Welt eröffnete sich mir und ich war erstaunt darüber, dass mir vorher niemand davon vorgeschwärmt hatte.

Ich bin noch ganz weit davon entfernt, es komplett verstanden zu haben, aber es macht schon jetzt so viel Spaß und birgt so viele Möglichkeiten, dass ich es jedem empfehlen kann. Schaut es euch an und gewinnt einen Eindruck. Man mag es als uraltes Nerdthema abstempeln, aber es ist wahrscheinlich das sozialste und fantasievollste Spielerlebnis, das ich jemals hatte.