🔗 Warum sich Leidenschaft auszahlt – The Witcher 3: Wild Hunt – Elektro Uschi

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A Maze Festival 2015

Letztes Jahr war es schon super und dieses Jahr noch besser. Die AMaze ist eine internationale Konferenz über Videospielkultur im Rahmen der Games Week in Berlin. Neben Vorträgen zu den Themen „Strange Pixellated Genitalia for Beginners“, „Hot Dogs“ und „Wie mache ich ein Spiel in 30 Minuten“ wurden auf der begleitenden Ausstellung Vaginas angemalt, Prügelspiele auf Häuserwände projiziert und Spiele in 1D prämiert. Klingt verrückt – war es auch. Daneben gab es zahlreiche emotionale und technische Facetten, die angesprochen wurden und verdammt viele coole Leute.

Zuletzt musste ich mich alleine in der Masse von Entwicklern, Designern und Interessierten zurechtfinden. Dieses Mal quartierten wir uns zu sechst in einer Wohnung ein und eroberten gemeinsam das Festival mit seinem bunten Programm. Mittags gab es faszinierende Talks, abends einzigartige Spiele und nachts wurde zu elektronischer Musik gefeiert. Ein rundum gelungenes Ereignis. Und bestimmt nicht mein letzter Besuch.

Ein paar anwesende Freunde und Entwickler, die ich traf, seien an dieser Stelle erwähnt:

Und ich bin nicht der einzige, der seine Gedanken geteilt hat. Sehr toll (und wesentlich detaillierter) lesen sich folgende Erfahrungsberichte:

🔗 LET’S PLAY! #1 – NEW GAMES AREAS – English version

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🔗 WesterosCraft

Hier treffen zwei Dinge aufeinander, die ich sehr schätze – Game of Thrones und Minecraft.

Masterfully recreated in minecraft. This project took 4.5 months, 200 builders, months of planning, and hundreds of man hours. Every last house is hand furnished and detailed; no duplication tools were used to copy houses. King’s Landing is the capital of the Seven Kingdoms, located in the Crownlands on the east coast of Westeros. It is situated along the kingsroad at the mouth of the Blackwater Rush and overlooks Blackwater Bay. It is the site of the Iron Throne and the Red Keep, which is the seat of the king, Robert Baratheon from House Baratheon of King’s Landing.

WesterosCraft

🔗 Behind The Stone

behindthestone.de

Behind The Stone sind Spieleentwickler aus Hamburg, die aktuell an dem Spiel „Sir Eatsalot“ arbeiten. Jetzt haben sie eine neue Website, die ich gestalten durfte. Es war meine erste Website für andere Entwickler bzw. Designer. Die Zusammenarbeit war klasse und ich hatte wieder richtig Spaß an Webdesign.

Falls ihr auch eine Website mit allem drum und dran braucht, könnt ihr euch gerne bei mir melden.

🔗 Tour Bueno: Ein Roadtrip durch die Indie-Szene

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Ich und Pokemon

In dieser Auflistung der 6 traurigsten Momente in Pokémon wird ein großer Fokus auf die erste Staffel gelegt. Das war die Urstaffel, mit der alles begann und ich war zum Glück im besten Pokémonalter. Ich saugte damals alles auf, was Pikachu, die Zahl 150 (151) und die Farben Blau und Rot betraf.

Ich will hier nochmal hervorheben, dass ich bereits damals, 1999, bevor die Serie richtig durchgestartet ist, die blaue Edition auf einem Flohmarkt von meinen Eltern erbettelt hatte. Mal im ernst, das Case war blau! Alle anderen Gameboy-Spiele zu der Zeit waren grau und hatten kein Badass-Turtok auf dem Cover. Ich musste es haben. Auf dem gleichen Flohmarkt nahm ich ein Comic zur Anime-Serie mit und ich war fortan Fan.

Gone Home

image

Ihr kommt nach eurem Auslandsaufenthalt zurück und betretet das neue Haus eurer Eltern. Niemand ist da, es stürmt, es ist dunkel und jedes Brett knarzt und biegt sich im Wind. Die perfekte Ausgangslage für ein Videospiel über Monster, Geister und Dämonen. Doch die gibt es genau so wenig wie eine Waffe. Ihr könnt nur gehen, Dinge betrachten und Türen öffnen. Was wie ein schlechter Witz und nach viel Langeweile klingt, ist die Grundlage für eine grandiose Coming-of-Age-Geschichte. Denn mit der Erkundung des Hauses erschließt sich euch die Geschichte einer ganzen Familie. Besonders die Erlebnisse der jüngeren Schwester gehen dank gesprochener Tagebuch-Einträge ans Herz.

„Gone Home“ ist die Pflichtlektüre unter den Videospielen.

Civilization 4

Aus irgendeinem mir unerfindlichen Grund besitze ich dieses Spiel. Bislang entzog es sich jedoch meiner Aufmerksamkeit. Civilization war für mich seit jeher ein Sucht-Phänomen, mit dem ich nicht in Berührung kam. Legenden erzählen von ganzen Studiengängen, die durch das Spielen eines Civilization-Teils zu kurz gekommen sind.

Nun hatte ich mal wieder Zeit und Lust, ein neues Spiel auszuprobieren. Weshalb also nicht gleich einen der absoluten Klassiker der Aufbaustrategie? In Civilization (kurz „Civ“) baut man nämlich einen Staat mit Städten, Straßen, Arbeitern und Kriegstruppen. Man besiedelt Land, baut seine Grenzen aus und trifft währenddessen auf das Ausland und andere Zivilisationen, die mit und gegen einen wachsen. Es entsteht also ein strategisches Abwegen zwischen friedvoller Diplomatie und erbarmungsloser Kriegsführung. Während man zu Beginn simple Entscheidungen trifft, entsteht im Laufe der Geschichte eine komplexe Partie Schach. Civ spielt man nämlich ohne Zeitdruck, rundenbasiert.

Und so entsteht folgender verhängnisvoller Satz: Nur noch eine Runde! Diese Lüge sollte jedem Spielsüchtigen bekannt sein. Aus einer Runde werden zwei und am Ende schaut man ungläubig auf die Uhr, die Zeuge eines vergeudeten Tages wurde. Man mag zwar die Weltherrschaft an sich gerissen und den größten Spaß seines Lebens gehabt haben, aber der Tag, ein Wochenende oder ein gesamtes Studium sind komplett an einem vorbeigegangen. Civ, du süße Perle der Spielkultur, ich musste dich leider nach nur einer unvollendeten, aber durch und durch unterhaltsamen Partie von meiner Festplatte löschen. Leb wohl, bis zur nächsten Runde. 

Dungeons & Dragons

Der würfelt rollt auf die andere Seite des Tisches. Alle Augen darauf gerichtet. Das Licht ist gedimmt und schaurige Musik spielt leise im Hintergrund. Die eckige Kugel kommt abrupt zum Stehen. 20. Critical Hit. Mein Halblingsdieb teilt vollen Schaden aus. „Vom feindlichen Skelett bleiben nur noch leblose Knochen übrig“, so unser Spielleiter.

Dungeons & Dragons ist ein Rollenspiel. DAS Rollenspiel. Jeder Nerd hat davon gehört, doch für uns Deutsche ist es bis heute ein popkulturelles Phänomen aus den USA geblieben. Niemand spielt hier klassische Rollenspiele. Und wenn doch, dann redet man nicht darüber. Es bleibt ein Nischenthema und niemand sorgt sich um die Popularität oder die Aufklärung dessen. 

Ich spielte nun erstmals Dungeons & Dragons, nachdem ich mit einigen Spieleentwicklern über das Thema Rollenspiele sprach. Es ging eigentlich um Videospiele. Durch irgendeinen Zufall sprachen wir dann doch über analoge Varianten. „Dungeons & Dragons“, „Das Schwarze Auge“ und „Shadowrun“ sind sogenannte Pen-&-Paper-Rollenspiele, die ohne Computer auskommen. Es gibt umfangreiche Regelwerke, den Zufall in Form von Würfeln und manchmal ein Spielbrett. Die Geschichte und Aktionen sind vollkommen der Fantasie des Spielleiters und der Spieler überlassen. 

Als wir uns alle begeistert und interessiert zum Thema äußerten, einigten wir uns darauf, eine eigene Rollenspielrunde zu starten. Ich wusste nicht, was mich erwarten sollte. Ich begann mich in das Thema einzulesen, sah unterhaltsame Videos und hörte stundenlang Podcasts. Eine komplett neue Welt eröffnete sich mir und ich war erstaunt darüber, dass mir vorher niemand davon vorgeschwärmt hatte.

Ich bin noch ganz weit davon entfernt, es komplett verstanden zu haben, aber es macht schon jetzt so viel Spaß und birgt so viele Möglichkeiten, dass ich es jedem empfehlen kann. Schaut es euch an und gewinnt einen Eindruck. Man mag es als uraltes Nerdthema abstempeln, aber es ist wahrscheinlich das sozialste und fantasievollste Spielerlebnis, das ich jemals hatte.