🔗 Von der Mod zur App: DOTA Auto Chess für iOS und Android angekündigt

It is always interesting seeing a mod explode and come into its own. We’ve had many games basically start out as mods. PUBG is based on mods created by Brendan Greene (PlayerUnknown). Dota Auto Chess will be released in the future on iOS and Android.

‘Dota Auto Chess’ from Drodo Studio Is Being Adapted for Mobile with All New Heroes

Das Spiel DOTA Auto Chess ist Anfang des Jahres zum Hit avanciert und hat zehntausende Spieler dazu gebracht, DOTA 2 zu installieren, worauf der Spaß nämlich aufbaut. Ich habe damals auch einen Blick darauf geworfen und hatte viel Freude mit den kurzweiligen Partien. Wir haben es hier wahrscheinlich mit dem nächsten großen Genre zu tun. Nachdem MOBAs, Roquelikes, Games as a Service und Battle Royals die Spielelandschaft geprägt haben, folgt nun eine Mischung aus Tower Defense, Deckbuilding und Glücksspiel. 

Doch nach den ersten paar Runden und der nicht reibungslosen Steuerung habe ich es erstmal ruhen lassen und mich wieder meinen Evergreens gewidmet. Nichtsdestotrotz hegte ich den Wunsch nach mehr Auto Chess. Ich sah drei Chancen für die Entwickler oder für mich als Spieler.

  1. DOTA Auto Chess wird ordentlich weiterentwickelt und viele der vorhandenen Probleme lösen sich in Luft auf.
  2. Die Konkurrenz ermächtigt sich des Genres. Fortnite hat dies im Genre Battle Royale vorgemacht.
  3. DOTA Auto Chess streicht seinen Status als Anhängsel des Spiels DOTA 2 und wird sein eigenes Spiel. 

Und eben dieser letzte Punkt ist nun offiziell in Arbeit. Da es bislang auch immer übersetzt wurde, kann man wohl davon ausgehen, dass das chinesische Spiel auch zeitnah für den Westen erscheint. Trotzdem ist eine neue Entwicklung, auch wenn sie „nur“ für mobile Geräte ist, zeit- und kostenintensiv – vor allem im Free-2-Play-Bereich. Das kann für viele Hürden sorgen, aber auch für viele neue Chancen.

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🔗 Dein Hobby muss nicht zur Arbeit werden

How did we get to the point where free time is so full of things we have to do that there’s no room for things we get to do? When did a beautiful handmade dress become a reminder of one’s inadequacies? Would the world really fall apart if, when I came home from a long day of work, instead of trying to figure out what I could conquer, I sat down and, I don’t know, tried my hand at watercolors? What if I sucked? What if it didn’t matter? What if that’s not the point?

The Modern Trap of Turning Hobbies Into Hustles

Marvels Antwort auf toxische Männlichkeit

Das Internet hat ein kleines, aber lautes Problem: gekränkte Männer. Seit dem Phänomen Gamergate kristallisierte sich in den letzten Jahren eine zunehmend toxische Minderheit heraus, die gegen eine inklusive Medienlandschaft hetzt. Es sind Jungs und Männer, die sich echauffieren, weil die Welt und ihre Filme, Spiele und Comics nicht mehr nur von weißen Männern geprägt werden. Da werden Scheinargumente in langen Essays auf YouTube vorgetragen, um Filme und ihre Macher gezielt zu diffamieren. Es herrscht Hass in diesen Videos. Es geht ums Austeilen. Einstecken kann davon niemand. Sonst würde man sich seiner Liebe widmen und nicht wegen eines inklusiven Films Shitstorms heraufbeschwören. Und obwohl Captain Marvel für viele erfolglose Shitstorms gesorgt hat, ist es gleichzeitig die beste Antwort auf diese giftige, hassgetränkte Kultur, die vornehmlich aus weißen Männern besteht. 

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Diese PS4-Titel habe ich angezockt

Mit dem Kauf der PlayStation 4 im Herbst hatte ich mir vorgenommen, die Spiele maximal günstig aus den Bücherhallen auszuleihen. Die Bücherhallen sind die öffentlichen Bibliotheken Hamburgs, die miteinander vernetzt an mehreren Standorten alle erdenklichen Medien verleihen. Für schmale zwei Euro kann ich mir ein Spiel vormerken lassen. Das erhalte ich dann an einen gewählten Standort geliefert, sobald ein Exemplar verfügbar ist. Dieses kann ich dann abholen und einen Monat lang behalten. Wenn ich mir ausmale, wie viel ich noch zu Schulzeiten für Spiele aus Videotheken bezahlt habe, fühlt sich diese Methode wie Ladendiebstahl an. 

Ich weiß leider nicht wie verbreitet diese Art der Reservierung ist, aber ich wollte das mal am Rande empfehlen. Vielleicht gibt es woanders ähnliche Angebote. Eigentlich soll es aber um die Spiele gehen, die ich anzocken konnte. 

Marvel’s Spider-Man

Ich starte direkt mit der Perle. Das Sony-exklusive Spider-Man ist ein wahres Liebhaberspiel für mich. Ich kann es nicht ganz ohne Vorbehalte weiterempfehlen, aber für einen Marvel-Fanboy, dem die Arkham-Spiele der Rocksteady Studios zugesagt haben, ist dieses Spiel ein kleines Meisterwerk. Die Steuerung ist alles, was ich erwartet habe. Die Interpretation der bekannten Charaktere ist liebenswert. Ich könnte mir den ganzen Tag die Zwischensequenzen mit Peter Parker und Mary Jane Watson anschauen. Das Spiel hat, typisch für Spider-Man, eine positive Atmosphäre und enthält ein paar schöne Überraschungen. Am Ende bleibt es aber ein repetitiver Superheldenprügler, der das Genre nicht neu erfindet. Aber da mich das keineswegs stört, hat mich das Spiel absolut abgeholt.

Assassin’s Creed Origins

Die neue Formel der Assassinenreihe hat mir gar nicht so gut gefallen wie erwartet. Gerade zu Beginn fühlte ich mich in die fremde Welt hineingeworfen. Die Wüste Ägyptens war überraschenderweise nicht mein Setting, zumindest nicht so, wie es mir hier vorgesetzt wurde. Und dabei hatte ich schon immer einen Faible für das alte Ägypten. Ich bin nicht weit gekommen, aber es wurde besser und es wird wahrscheinlich noch besser, aber irgendwie kam ich nicht über den Anfang hinweg. Wenn ich mich an die Reihe um Ezio (Assassin’s Creed 2, Brotherhood, Revelations) zurückerinnere, die ich zuletzt gespielt hatte, war das noch ein anderes Spiel in seiner Erzählweise. Dass sie eigentlich am Gameplay geschraubt haben, war mir ziemlich egal. Dafür war ich offen, aber ich hatte nie ein Problem damit.

Scribblenauts: Showdown

Ich weiß noch, als ich das erste Mal von Scribblenauts gehört hatte. Damals war das noch ein Spiel für den Nintendo DS. Man schrieb ein Wort mit dem Stylus und aus dem Wort wurde ein Gegenstand in der Spielwelt. So sollte man Herausforderungen meistern und Probleme lösen. Es war ein Spiel für Kreative™ und als so jemand hatte ich mich früher immer identifiziert. Jetzt war ich natürlich gespannt auf eine neue Version der mittlerweile großen Spielereihe. Leider war mir nicht klar, dass Scribblenauts: Showdown eine Mehrspieler-Variante ist, die mit okayen Minispielen daherkommt. Ich habe dem leider nicht wirklich eine Chance gegeben, aber es war nicht das Spiel, was ich mir erhofft hatte. Zumindest gab es ein paar Karten, auf denen man sich auch alleine austoben konnte, um Chaos zu verursachen und versteckte Rätsel zu lösen. Das war ganz nett. Vor allem zeigte mir dieser Modus, wie ausgefeilt Scribblenauts mittlerweile ist. Man kann zahllose Dinge und Wesen erschaffen und sie außerdem mit beliebigen Adjektiven definieren. So wird aus dem T-Rex ein netter Dinosaurier, der mich nicht sofort verspeist und das Schwert kann auch direkt brennend für Unheil in der Spielwelt sorgen. 

Tearaway Unfolded

Ich bin ja Fan von Media Molecule. Dieses Studio ist einfach ein Schatz für unsere Spielelandschaft. Und dabei haben sie nur drei unterschiedliche Spiele im Sortiment, wovon eines erst dieses Jahr erscheinen wird. Dreams wird kein Spiel im klassischen Sinne sein, sondern viel mehr ein riesiger Baukasten für Spiele. Meine erste Berührung mit dem Studio war deren Debüt LittleBigPlanet, das Jump’n’Run mit dem Sackboy, das sich durch einen umfangreichen Level-Editor einen Namen gemacht hat. Tearaway ist dagegen einfach ein liebevolles 3D-Jump’n’Run. Und zwar ganz ohne riesigen Editor im Hintergrund. Trotzdem nimmt man mit Gesten und Zeichnungen Einfluss auf die Spielwelt aus Papier. Ich habe zwar nicht viel Zeit reingesteckt, aber es weckt in mir nostalgische Gefühle. Dieses Spiel würde ich bedenkenlos mit einem Kind spielen wollen. Tearaway fühlt sich in seiner Machart viel mehr nach einem Nintendo-Titel an. Dass Sony überhaupt noch große Familienspiele in seinem Sortiment hat, verdanken sie vor allem Media Molecule.

🔗 A love letter to Miles Morales

I spent 39 years without you, but you’ve been a part of my kids’ imagination for their whole lives. They didn’t get emotional because, for them, a brown-skinned Spider-Man with big, beautiful curly hair is a commonplace. NBD. Other people may take it for granted that they have a face like a superhero’s. I’m happy my kids get to feel that way. I spent too long without such a thing; my big feelings about you reflect how much I needed it.

How Miles Morales Changed the Spider-Verse

🔗 Raumschiffe von Pascal Blanché

French, Canadian, and Art director at Ubisoft Montreal. Artist. Head in the stars since 1977.

https://www.instagram.com/pascalblanche/

Das Weltall muss nicht immer schwarz sein! Klar, überwiegend haben wir es halt mit einer düsteren Suppe zu tun, aber mithilfe des Weltraumteleskops Hubble haben wir die vergangenen Jahrzehnte die bunten Flecken des endlosen Raums entdeckt. Und in Zukunft wird uns das James-Webb-Weltraumteleskop noch buntere Schnappschüsse aus noch entfernteren Galaxien präsentieren können. Und wenn man die Wahl hätte, würde man sein Raumschiff doch neben dem farbenfrohen Lagunennebel parken, oder? Pacal Blanché macht das auf jeden Fall eindrucksvoll vor.

Musik von Herzen

Es muss 2016 gewesen sein, als mir Philip vom Heimwerkerking erzählte. Ich konnte mir das nicht so recht vorstellen. Bei YouTube-Empfehlungen bin ich immer vorsichtig. Da spalten sich die Gemüter. Selten habe ich mich dermaßen getäuscht. Bei Fynn Kliemann sind sich so gut wie alle einig. Fynn ist ein herzensguter Chaot, der von Design über YouTube bis hin zur ersten eigenen Platte nichts auslässt und alles auf eigene Faust probiert. Und das meist erfolgreich und das trotz, oder gerade wegen, vieler Umwege mit Dellen und Beulen.

Mit seinem Album nie hat er sich ein Denkmal geschaffen, dass vor Ehrlichkeit strotzt. Viel zu lange habe ich auf diese Platte gewartet. Die Soundschnipsel aus seinen YouTube-Videos oder Instagram-Stories waren für mich schon immer hörenswerte Einblicke. Leider hat er nur das allerwenigste veröffentlicht. Jetzt kann ich endlich Geld auf seine Musik werfen und hoffen, dass noch mehr daraus entsteht. Danke Philip für den Tipp und danke Fynn für den endlosen Output.

Pustekuchen

Es gab schon sehr lange keinen persönlichen Beitrag mehr. Mein Alter Ego in den Weiten des Internets ist nur noch ein Schatten meines Konsums. Was zunächst schlecht und verwerflich klingt, war eine natürliche Entwicklung. Weg vom (rückblickend) peinlichen Tagebuch hin zur Empfehlungs- und Dokumentationszentrale. Was habe ich Interessantes gesehen, gelesen oder gehört? Welche kulturellen Phänomene sind mir aktuell aufgefallen? Eine Gedankendeponie ohne Zwänge und Format. Es geht um mich, aber nicht über mich. Ergibt das Sinn? 

Jetzt wird mal wieder ausgepackt. Um rückblickend einen (peinlichen) Tagebucheintrag zu haben, der mich gleichzeitig an bessere und schlechtere Zeiten erinnern soll. Es geht um Burnout und Depressionen. Der letzte Beitrag zu diesem Thema hieß Dem Burnout entgehen und durchatmen und wurde letztes Jahr als Warnung an mich selbst verfasst. Ich hatte es kommen sehen und wollte mich vor dem GAU bewahren. Den letzten hatte ich auch dokumentiert. Eine kurze Suche im Blog und ich finde mich im Jahr 2012 wieder. Ein Wust aus Gedanken zeigt mir, dass ich nicht für die Ewigkeit aus meinen Fehlern gelernt habe. Anscheinend reichte es für fünf bis sechs gute Jahre. Immerhin. Wahrscheinlich sind wir Menschen lernresistenter, als man erwartet. Da schafft man es mehrere Jahre, dem Burnout zu entgehen, wird blind für jedes Anzeichen und stempelt das Konzept letzten Endes als Aberglauben ab. Wäre ich drogenabhängig, wäre das anders scheiße, aber zumindest wäre das Problem ziemlich leicht zu erkennen und einzugrenzen. (Es ist nicht leichter zu bekämpfen, versteht mich nicht falsch!) Ab wann ist aber Arbeit zu viel Arbeit? Alltag zu viel Alltag? 

Psyche und Emotionen sind subjektive Bauwerke. Während meine Angst vor der Dunkelheit eine kleine Hütte ist, ist es im Kopf des Nächsten ein Hochhaus. So bauen wir uns über die Jahre hinweg eine kleine Stadt der Emotionen auf, ohne zu wissen, wie die inneren Städte der anderen aussehen. Wir können die Größenverhältnisse nicht einschätzen. Eigene Ängste und Sorgen kann man niemals mit denen anderer vergleichen. Subjektiv. Scheiße zu messen. Unsichtbar. Mein ausgebranntes Inneres liegt im Verborgenen. Man merkt es mir an, sieht aber die Ausmaße nicht.

Niemand hatte damit gerechnet. Ich selbst nicht. Die Arbeit schien so übersichtlich. Der Alltag so machbar. Am Ende ist einfach alles zu viel. Jede Nachricht. Jeder Wunsch. Er mag noch so klein sein. Solange ich das Gefühl habe, in irgendeiner Schuld zu stehen, drehe ich durch. Ich könnt heulen, tu es aber nicht. Bringt halt nichts. Einfach die Nachricht beantworten und hoffen, dass keine weitere Verpflichtung eintrudelt. Pustekuchen. Es ist ein reißender Strom aus Gefallen und Gefälligkeiten, in dem ich ertrinke, obwohl er von außen betrachtet ein schmaler, nicht allzu tiefer Bach ist.

Das klingt jetzt alles ziemlich schlimm. Es ist nicht gut, aber es sind die wichtigsten Schritte zur Besserung getan. Erkannt ist halb gebannt oder so ähnlich. Mit der Erkenntnis kann ich arbeiten. Ich kann es kommunizieren. Und mir wieder ein Mahnmal in mein Blog schreiben. 

Tatort, Donnie Darko und Stranger Things

Dark – Staffel 1 (2017)

Normalerweise kranken deutsche Serien daran, dass sie immer wieder die gleichen Kriminalgeschichten erzählen. Mutiger wird’s nicht. Auch Dark ist ein Krimi. So richtig Tatort-mäßig. Deutsche Kleinstadt, Kinder werden vermisst und die Kommissare gehören selbst in den Knast. Alles wie gehabt. Wenn es so wäre, hätte ich nicht weitergeschaut. Nein. Ich hätte Dark nicht mal angeklickt auf Netflix. 

In Deutschland ist sogenanntes „Genrekino“ Mangelware. Zwar laufen in unseren Cineplex-Kinos ausschließlich internationale Genrefilme, aber Science-Fiction aus Deutschland wird man deshalb noch lange nicht serviert bekommen. So die Annahme. Doch dann kommt plötzlich Netflix um die Ecke und ermöglicht zwei deutschen Filmemachern die kreative Freiheit, ihre Idee für eine Zeitreise-Geschichte zu verwirklichen. Dark ist geboren.

Dark ist zwar ein Krimi, aber auch Science-Fiction und Mystery. Und obwohl sehr viel wert auf die übernatürlichen Elemente gelegt wird, gehen die einzelnen Menschen in der Geschichte nicht unter. Ganz im Gegenteil. Die Charaktere sind großartig divers. Jeder einzelne hat Bedürfnisse und Probleme, die das Geschehen ins Rollen bringen. Wir haben markante Gesichter von jung bis alt. Die Serie ist ein Gegenstück zu all den glatten amerikanischen Kleinstadtserien, wo es nur so von jungen Models wimmelt.

Wenn ihr euch auch mehr schockiert als informiert abwendet, wenn ihr mit einer deutschen Produktion konfrontiert werdet, dann solltet ihr Dark eine echte Chance geben. Und wenn Dark Erfolg hat, ist es nur noch ein kleiner Schritt zum nächsten Genrefilm aus Deutschland oder Europa. Ich sag nur NAZI-PIRATEN FROM OUTER SPACE!