Die Sims 4

Mein Name ist Eduard, ich bin 23 Jahre alt und ich spiele „Die Sims 4“. 

Ich habe eine Schwäche für seichte Simulationsspiele. Ich will keine Kriege und ich brauche keine Konkurrenz, um mich in einem Spiel zu profilieren. Ich mag es, in aller Ruhe Achterbahnen in „Rollercoaster Tycoon“ zu bauen, die Eintrittspreise zu bestimmen und die Parkbesucher zu beobachten. In „Prison Architect“ habe ich mir zum Ziel gesetzt, ein faires Gefängnis zu errichten, ohne dass ein Insasse ausbricht oder andere ermordet. Ich stehe vermutlich auf kontrollierten Voyeurismus.

Jeder kennt „Die Sims“, oder? 

Ich liebte „Die Sims“, weil ich fantasievolle Häuser bauen konnte, die verrückten Bewohner erstellte und sie in ihrem Alltag begleitete. Seit dem ersten Teil sind nun 14 Jahre vergangen und ich habe in der Zwischenzeit keinen der neueren Teile länger als ein paar Minuten gesehen oder angespielt. Ich habe also 14 Jahre Entwicklung verpasst. 

Es ist mir schon ein wenig peinlich, dass ich nun als erwachsener Mann stundenlang virtuelle Figuren erstelle, verfolge und beeinflusse. Doch was soll ich sagen? „Die Sims 4“ fühlt sich tatsächlich an wie eine moderne Version des Vorgängers. Die Figuren brabbeln in der witzigen Fantasiesprache Simlisch und sie verzaubern mich mit ihrer übertriebenen Mimik und Gestik. Ich schwelge in nostalgischen Gefühlen, während sich vor meinen Augen Geschichten entwickeln, die ich gespannt verfolge. Ich habe noch nie ernsthaft eine Soap Opera gesehen, aber damit lässt es sich wohl am besten vergleichen. Es ist eine Serie über Freunde, Familie und Nachbarn und ich führe Regie.

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Haruki Murakami

Es begann alles mit einem Jungen namens Kafka. Mit dem Namen Kafka konnte ich schon immer etwas anfangen. Haruki Murakamis „Kafka am Strand“ hat mir dieses Grundgefühl nicht nehmen können – ganz im Gegenteil. Ich liebte dieses Buch, obwohl über viele Seiten hinweg nichts passiert.

Murakami beschreibt dichte Traumwelten und keine umfangreichen Geschichten. Dass die fast sureale Atmosphäre das tragende Element seiner Erzählungen ist, lernte ich an seinen Büchern zu schätzen. Zuletzt las ich „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ und war begeistert. Tazaki. Noch so ein schöner Name.

Invictus

William Ernest Henley schrieb das Gedicht Invictus, als man ihm seinen zweiten Fuß amputieren wollte. Nelson Mandela schöpfte Kraft und Hoffnung aus diesen Worten, als er in Haft saß. Unbezwingbar wollten diese Männer sein. Unbezwungen sollte die südafrikanische Rugbymannschaft 1995 die Weltmeisterschaft gewinnen.

In Invictus verfilmt Clint Eastwood den Amtsantritt von Nelson Mandela und wie dieser die Rugbyweltmeisterschaft als Instrument der Einheit nutzte. Wer sich für starke Worte, Geschichte und ein positives Grundgefühl begeistern kann, sollte sich diesen Film unbedingt ansehen.

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Animieren wie Disney

The 12 basic principles of animation were developed by the ‘old men’ of Walt Disney Studios, amongst them Frank Thomas and Ollie Johnston, during the 1930s. Of course they weren’t old men at the time, but young men who were at the forefront of exciting discoveries that were contributing to the development of a new art form. These principles came as a result of reflection about their practice and through Disney’s desire to use animation to express character and personality.

This movie is my personal take on those principles, applied to simple shapes. Like a cube.

So macht man Filme und Videospiele. Mit kleinen Tricks, die große Wirkung haben. (via @zerstoerer)

Grand Chamaco aus Mexiko illustriert Figuren in 3D. Das scheint auf den ersten Blick wenig spannend und innovativ zu sein. Mich begeistert es jedoch sehr, weil ich von Zeichnern und Game Designern umgeben bin. Die einen arbeiten vorrangig zweidimensional und verwenden klassische Techniken, um Sachverhalte für Print- und Onlinemedien zu illustrieren. Die anderen verwenden dreidimensionale Technik, um begehbare, stark animierte Welten zu erschaffen. Viel zu selten sieht man eine gekonnte Verknüpfung beider Dimensionen.

Chamaco beeindruckt mich deshalb, weil er die Plastizität von 3D einfriert und eine klare Formensprache vor schlichtem Hintergrund präsentiert. Es ist so einfach gemacht und doch so ungewohnt zu sehen, dass ich für mehr Illustrationen dieser Art plädiere.

via whitezine | grandchamaco.com