Queer Eye

Unfassbar. Wie konnte dieses Format einfach an mir vorbeigehen? Natürlich hatte ich bereits von Queer Eye gehört, aber ich hatte es immer als gehässige Reality TV Show abgestempelt. Erst nach dem Tipp einer Freundin kam ich auf den Trichter. Sie beschrieb es als ihre Feel-Good-Sendung. Als ich dann einen Abend für mich entspannen wollte und nichts Konkretes auf der Watchlist hatte, navigierte ich mich auf Netflix direkt zu den „Fab Five“. Ich sah die erste Folge der fünften Staffel und ich war sofort hin und weg. Ein schwuler Pastor wurde sich selbst nicht gerecht und die fünf herzlichen Herren halfen ihm mit Liebe und Positivität auf die Sprünge. Ich schluchzte vor Freude. Die Freudentränen blieben auch bei der folgenden Episode nicht aus. Ich war hooked und konnte mir ein Leben ohne die positive Energie von Queer Eye nicht vorstellen.

Vielleicht hätte ich die Sendung früher schauen sollen. Vielleicht hätte mir diese Energie durch schwierige Lebensphasen hindurch geholfen. Vielleicht war jetzt aber auch der absolut richtige Zeitpunkt. Der Wunsch nach Veränderung, nein Verbesserung, resoniert mit mir seit einiger Zeit sehr. Und jeder Aspekt der Sendung animiert und inspiriert mich in dieser Hinsicht. Ich ziehe mich besser an. Mein neuer Haarschnitt war für mich ein Nobrainer. Ich koche viel mehr. Ich mache mir einen Ort zum Wohlfühlen. Und ich melde mich häufiger und bewusster bei meinen Liebsten. Am Ende des Tages hätte das alles auch ohne ein Netflix-Abo stattgefunden, aber ich bin trotzdem dankbar für dieses positive Beispiel an Lebensfreude.

Die besten Party-Spiele für Discord, Zoom und Skype

Während einer Pandemie rückt die Gesellschaft online näher. Man hört sich online, man sieht sich online, man feiert online und man spielt online. Natürlich haben alle Gamer ihre Lieblingsmultiplayerspiele. Wenn es aber etwas lockerer und eher casual zugehen soll, fehlen dem einen oder der anderen doch die Optionen. Zum Glück habe ich seit Jahren ein Repertoire an Spielen gesammelt, die für Videokonferenzen geeignet sind. Wichtige Grundpfeiler dieser Games sind die drei kleinen k’s: kostenlos, kurzweilig und kompatibel.

Außerdem sollte ein Spiel dieser Kategorie auch für beliebig viele bzw. beliebig wenige Spieler:innen ausgelegt sein. Manchmal ist die Hürde, dass man ein Online-Spiel für über 10 Personen sucht. Aber es kommt auch vor, dass unter 4 Spieler:innen in den Genuss eines Party-Spiels kommen wollen. Die folgende Auswahl bietet genug Optionen, um für einen geselligen Online-Spieleabend zu sorgen. Viel Spaß!

Habt ihr weitere Tipps? Schreibt sie gerne in die Kommentare!

🔗 Queer Tolkien

If you’re a certain type of Lord of the Rings reader, you’re probably yelling, “Tolkien was a Catholic born in the Victorian era! He never would have written about gay people!” But there are examples of queerness in Tolkien’s time and place, and any speculation is backed by historical context.

Queer readings of The Lord of the Rings are not accidents

Ein Essay über queere Liebe zu Zeiten Tolkiens und zwischen Frodo und Sam in „Der Herr der Ringe“.

🔗 DISCOvered | Meine Musikempfehlungen

Seit Jahren höre ich täglich stundenlang Musik. Die Bandbreite reicht von Neoklassik über Dark Trip-Hop bishin zu Pop und Rock. Ich werde nicht müde, mich durch alte Playlists zu hören, aber noch viel lieber entdecke ich neue Perlen aus exotischen Genres von unbekannten Artists.

Meine letzte große Entdeckung war die Musik des Künstlers Szymon, der viel zu jung verstarb. Seine Familie veröffentlichte posthum seine Musik in zwei Alben. Der wundervolle Mix aus Folk, Pop und Electronica bietet einen späten Einblick in das musikalische Erbe von Szymon.

Szymon und viele weitere Künstler:innen findet ihr in meiner Playlist „DISCOvered“ auf Spotify. Hinter jedem Song steckt eine Geschichte. Vielleicht entdeckt auch ihr so eure neue musikalische Perle von bekannten oder unbekannten Genregrößen.

🔗 Verschwörungstheorien aus der Sicht eines Gamedesigners

When I saw QAnon, I knew exactly what it was and what it was doing. I had seen it before. I had almost built it before. It was gaming’s evil twin. A game that plays people. (cue ominous music)

A Game Designer’s Analysis Of QAnon

via @Nerdmeetsyou

🔗 DALL-E: a teapot in the shape of a pikachu

We’ve trained a neural network called DALL·E that creates images from text captions for a wide range of concepts expressible in natural language.

DALL·E: Creating Images from Text

DALL•E erzeugt Bilder aus wilden Begriffskombinationen. Die Seite ist auch interaktiv und man kann sich durch verschiedene Kreationen klicken. Ich mochte die Avocadosessel und die Schnecken „made of harp“.

via @LorenzoPilia

2020

Eigentlich wollte ich dieses Jahr mit einem Text beenden, der über dieses Jahr hinwegtäuschen sollte. Ich wollte über meine liebsten Filme des Jahres schreiben. Ein Jahresrückblick ohne echten Einblick. Ich begann bereits, die Filme dafür in meinem Kopf aufzulisten. Doch dann kam etwas Entscheidendes dazwischen: Ein Film. Ein Film, der mich nicht ablenkte, sondern aufweckte. Ein Film, der mich fühlen ließ und mich zum Nachdenken anregte.

Dieses Jahr war kein einfaches Jahr. 2019 endete mit sehr deutlichen Trommelschlägen und 2020 war der sehr lange Tusch. Ich fand zu mir und zu anderen. Ich näherte mich alten und neuen Freunden. Ich empfand alle Emotionen, die eine Skala zu bieten hatte. Um mich herum zerbrachen Träume, Familie und Freundschaften. Ich wurde abgewiesen, ich fand Zuflucht und verlor mich selbst aus den Augen. Es war schwierig genug, es allen recht machen zu wollen. Noch schwieriger war aber, mir selbst gerecht zu werden und auf diesem Weg, andere zu vernachlässigen. Das ist normalerweise nicht meine Art und es tut mir noch immer Leid, dass ich mich für mich entschieden habe. Manchmal muss das aber so sein, hat man mir gesagt.

Danke.

Ich bin allen Menschen dankbar, die mich dieses Jahr auf kurzen und langen Passagen begleitet haben aus der Nähe und aus der Ferne. Danke für die kleinen Reaktionen im Internet und danke für die ewig dauernden Telefonate, für die ich meine teure Handyflatrate habe. Niemand hatte es dieses Jahr einfach, aber ich glaube, wir konnten zeitweise ganz gut füreinander da sein. Ich habe viele tolle Erinnerungen abgespeichert, die dieses Jahr geprägt haben: Spaziergänge, Balkongespräche und sogar ein paar Konzerte.

Kurzum: ich kann euch Pixars neuesten Film Soul wärmstens empfehlen. Ich kann zwar nicht garantieren, dass ihr anschließend total gefühlsduselig Texte vor euch hintippt, aber vielleicht inspiriert er euch anderweitig. Vielleicht meldet ihr euch bei einer geliebten Person oder ihr achtet vermehrt auf die kleinen Kostbarkeiten im Leben. Wäre ja auch schon was. Ist auf jeden fall ein toller Film. Wie dem auch sei. Ich wünsche Euch allen einen geschmeidigen Rutsch ins neue Jahr.

🔗 Ooblets + Epic

Here’s what these Epic folks are doing: First they teach every kid in the world these obnoxious dances and now they’re offering funding to game developers in exchange for PC exclusivity on their game store.

This is exactly what Marx warned us about!

We did the thing

Kein Thema regt den (ohnehin schon wütenden) Gamer so sehr auf, wie die dunklen Machenschaften des Epic Stores. Aus der Sicht von Spieleentwicklern ist der Epic Store eine Chance und keine Bürde. Und wer das nicht fassen kann, sollte sich diesen Beitrag der Ooblets-Entwickler Glumberland durchlesen.

🔗 Kanto illustriert von @simonemaendl

I started to turn my daily studies into Pokémon drawings after seeing #detectivepikachu.

I looked around the real life Kanto Region on google maps and tried to find the real world places from the game.

Swipe to see the image from maps.

Here we have professor oaks lab and your house 🙂 I wanted Pallet town to seem like a small town… but not one that only has 3 houses.

#kantoinreallife

https://www.instagram.com/p/BxuGlW4IFS0/

Auf Kotaku habe ich diese beruhigenden Bilder von Simone entdeckt. Auf Instagram gibt es mehr davon.

Das neue Genre der Autobattler

Ich hatte vor einigen Wochen die Ära des nächsten großen Genres ausgerufen:

Das Spiel DOTA Auto Chess ist Anfang des Jahres zum Hit avanciert und hat zehntausende Spieler dazu gebracht, DOTA 2 zu installieren, worauf der Spaß nämlich aufbaut. Ich habe damals auch einen Blick darauf geworfen und hatte viel Freude mit den kurzweiligen Partien. Wir haben es hier wahrscheinlich mit dem nächsten großen Genre zu tun. Nachdem MOBAs, Roquelikes, Games as a Service und Battle Royals die Spielelandschaft geprägt haben, folgt nun eine Mischung aus Tower Defense, Deckbuilding und Glücksspiel. 

Von der Mod zur App: DOTA Auto Chess für iOS und Android angekündigt

Nun wurde nicht nur das offizielle Spiel des Erfinders Auto Chess in Windeseile entwickelt. Auch die MOBA-Riesen LOL und DOTA 2 wollten etwas von dem Kuchen abhaben. In Fortnite-Manier haben Riot Games und Valve ihre eigenen Autobattler mit viel Kapital und wenig Kreativität ins Rennen geschickt. Innerhalb kürzester Zeit wurden somit drei Kopien einer Modifikation minimal entwickelt und maximal veröffentlicht. Bereits jetzt gibt es mehr Werbung, Trailer und Rekorde als für Super Mario Maker 2.

Es erinnert mich sehr an die Anfänge von PUBG und Fortnite, die das Battle Royale Genre unter sich aufgeteilt hatten. Auch da gab es keine klaren Regeln, wie das Genre zustande kommen sollte. Klar waren die Ursprünge, und dass Fortnite mit geringstem Aufwand die größte Wirkung erzielt hat. Am Ende standen aber beide Spiele an zwei verschiedenen Enden eines Spektrums. Fortnite war quietschigbunt und kostenlos. PUBG ist bis heute kostenpflichtig in der Anschaffung und wesentlich realistischer in seiner Präsentation und Spielweise. Die Autobattler haben wiederum wenig bis gar keine Alleinstellungsmerkmale.

DOTA Underlords

Das Genre ist noch so jung, dass Autochess, DOTA Underlords und League of Legends: Teamfight Tactics quasi nichts an der Grundformel geändert haben. Tatsächlich ist es aktuell vollkommen egal, auf welches Spiel man sich einlässt, um es auszuprobieren. Bloß die Spielfiguren unterscheiden sich und ein paar Nuancen im Gameplay sind anders. Die Spiele sind nichts mehr als Skelette, auf denen jetzt richtige Spiele aufgebaut werden. Es gibt weder ordentliche Progression, noch irgendein Bezahlmodel, das über dekorative Haustierchen hinausgeht.

Ich finde das alles ja sehr spannend. Im Nachhinein kann man solche Entwicklungen immer leicht nachvollziehen. Jetzt ist aber der Moment, wo man sehr offen beobachten und spekulieren kann.

Abschließend noch ein Sinnbild für alle Zugfans: Der Hypezug fährt gerade in höchster Geschwindigkeit auf glühenden Schienen und alle schrauben in einem Wettrennen am fahrenden Zug herum in der Hoffnung, sich irgendwann von den anderen abzukoppeln und das Rennen um den Hype zu gewinnen.

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