The Road To Civil War

Es wird ernst im Marvel Cinematic Universe. Captain America und Iron Man stehen sich gegenüber und sie bringen ihre Freunde mit. Am 28. April kommt Captain America – Civil War in die deutschen Kinos und die Kritiker bejubeln den Film bereits. Um auch noch die letzten verschlafenen Seelen einzustimmen, empfehle ich diesen Zusammenschnitt der vergangen Filme, der die entscheidenden Ereignisse in Szene setzt.

Die Ereignisse des Films basieren zum Teil auf der gleichnamigen Comicreihe, in die ich auch reingelesen habe. Anders als im Comic haben wir es hier mit einer überschaubaren Menge an Superhelden zu tun. Trotzdem gibt es ein paar Neuzugänge, die wir so noch nicht gesehen haben. Black Panther und ein neuer Spider-Man gesellen sich zu der illustren Runde. Auch darüber habe ich nur Gutes gehört. Ein Grund mehr, nächste Woche ins Kino zu gehen.

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Randnotiz: edelicious.de ist umgezogen

Ich bin wieder von Tumblr zu WordPress gewechselt. Das dürfte den meisten gar nicht auffallen, aber einige werden es auf Tumblr merken, wo meine Beiträge nicht mehr erscheinen werden. Es könnte auch zu Problemen bzw. Dopplungen bei den RSS-Feeds geführt haben. Für all das gibt es eine dicke Entschuldigung! Ansonsten geht es hier ganz normal weiter mit persönlichem und unpersönlichem Nerdkram.

The Jungle Book (2016)

Die Videokassette von Disney’s Das Dschungelbuch lag immer direkt beim Videorekorder, als ich ein kleiner Knirps war. Und jetzt erschien auf dieser Basis eine neue Realverfilmung. Diese Filme haben vor allem eines gemeinsam: kein Baum und Stein sind real. Im neuen Dschungelbuch sind nicht nur die Tiere computergeneriert, sondern auch die gesamte Kulisse. Es bleibt also ein Junge, der vor grünen Wänden mit imaginären Tieren schauspielert.

So lächerlich der Filmprozess auch klingen mag, umso faszinierender ist das Endergebnis. Wer den Trailer sah, erkannte zwar die CGI-Tiere, aber niemand dachte daran, den Dschungel um sie herum anzuzweifeln. Aber genug gefachsimpelt. Letztlich zählt weniger wie ein Film entstand, sondern viel mehr wie er beim Zuschauer (in diesem Fall bei mir) ankommt.

Es geht natürlich um Mowgli, der von Wölfen aufgezogen wird und dessen Menschsein nicht immer gut bei den Tieren ankommt. Vor allem nicht beim Tiger Schir Khan. Mowgli macht sich also mit Panther Baghira auf den Weg zu den Menschen, um die Tiere und den Dschungel hinter sich zu lassen. Die Reise wird zu einem wilden Abenteuer und Mowgli landet bei allerlei Tieren, die mal mehr und mal weniger von ihm wollen.

Was genau passiert, will ich gar nicht verraten, weil man die Odyssee am besten ohne viel Vorahnung genießt. Denn für einen Kinderfilm ist dieser hier verdammt spannend inszeniert. Fast schon zu aufregend und düster für Kinder, aber für meinen Geschmack genau richtig, um mich in seinen Bann zu ziehen.

Ganz viel Atmosphäre entsteht außerdem durch die (englischen) Sprecher. Das Casting ist phänomenal und sorgt für einmaligen Hörgenuss. Die Lieder des Originals mögen zwar etwas erzwungen wirken, aber Bill Murray und Christopher Walken habe ich dann doch zu gerne singen gehört, um es dem Film böse zu nehmen. Ich wollte dem Film auch einfach kein Haar krümmen. Ich hab nur eins erwartet: gute Unterhaltung. Und die bekommt man.

Die guten Gags kann man zwar an einer Hand abzählen, aber der Film hat etwas so Reines an sich, dass ich immer wieder grinsen musste. Bei niedlichen Tieren und schönen Dschungelbildern kann ich einfach nicht anders. Immer wieder wurde ich emotional, weil mich die visuelle Umsetzung faszinierte. Animiert mal ordentlich einen Babywolf oder lasst mich Angst vor König Louie haben. Und eine besondere Rolle wurde den Elefanten zuteil, die mich überraschte und berührte.

Einige Kritiker wollen nicht hinnehmen, dass „reale“ Tiere die alten Zeichentricktiere ersetzen. Ich hatte auch Angst vor den sprechenden Tieren, aber irgendwie hat es sehr schnell Klick gemacht und ich fand die Umsetzung logisch. Ein Junge, der mit Tieren aufwächst, wird doch zwangsläufig die Tiere verstehen, oder es sich zumindest einbilden. Es ist die Geschichte von Mowgli und wir sehen die Tiere aus der Sicht von Mowgli sprechen. Ich kann verstehen, dass man sich nach animierten Tieren mit übertriebener Mimik sehnt, aber davon habe ich schon genug gesehen und ich bin mehr als zufrieden mit The Jungle Book.

Doctor Strange Trailer

Mal wieder ein Trailer. Eigentlich gab es in letzter Zeit andere, die postenswerter waren (z. B. der Game of Thrones Trailer), aber Doctor Strange ist einfach eine Erwähnung wert. Ich freue mich auf diesen Film wegen des Casts und weil es eine Comicverfilmung der anderen Art wird.

In Doctor Strange geht es um Benedict Cumberbatch, der vom arroganten Super-Chirurgen zum angeschlagenen Magier wird. Es geht also erstmals um Magie in einem Marvel-Film. Und das kann sehr gut werden zwischen all den verstrahlten und technophilen Superhelden, die wir nun oft genug gesehen haben.

Daredevil S02 (2016)

Auch die zweite Staffel von Daredevil hat mich wieder überzeugt. Gefühlt sogar noch mehr als die erste Staffel, die mein Bild von gelungenen Superheldenserien seitdem prägt.

Wo noch in der ersten Staffel Wilson „Kingpin“ Fisk von der Randfigur zum Hauptdarsteller erhoben wurde, erhält der Punisher hier diese Aufmerksamkeit. Wir erfahren aber nicht nur, wie Frank Castle zum Punisher wird. Die zweite Staffel ist gefüllt mit alten und neuen Andeutungen, mit alten wie neuen Figuren (Elektra!) und einigen Referenzen zu anderen Netflixserien über Superhelden (Jessica Jones!).

Und wo die letzte Staffel am Ende schwächelte, war ich hier durchweg begeistert – und angeekelt – von der düsteren Stimmung und der immer aussichtsloseren Zukunft der Charaktere. Daredevil ist spätestens ab jetzt keine Serie für seichte Gemüter. Hier wird rücksichtslos zugeschlagen und geschossen. Körperlich und seelisch stehen die Charaktere nach 13 Folgen in einem Blutbad. Zum Glück trägt Daredevil rot.

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Ready Player One

Ready Player One liest sich wie eine Hymne auf die Popkultur der Achtziger. Es strotzt vor Videospiel- und Filmreferenzen, auf die jeder Geek stolz wäre. Ernest Cline hat eine gar nicht so unrealistische Zukunft erschaffen, in der man lieber durch seine Datenbrille lebt als in einer marodierenden Gesellschaft.

Ready Player One ist actionreich konstruiert und hat hier und da seine Schwächen, aber wer sich auch nur annähernd für Games und die 80er-Jahre interessiert, wird hier großen Spaß haben. Außerdem kommt dieses Buch zur richtigen Zeit um die Ecke, wo doch zunehmend Virtual-Reality-Brillen auf den Markt kommen. Ready Player One zeigt uns hautnah die schönen wie auch die schlechten Seiten dieser virtuellen Zukunft.

Ach, und noch was: Steven Spielberg dreht demnächst den Film zum Buch. 

Freizeitparksimulationen

Ich LIEBE Simulationsspiele! Ich vergötterte vor allem Sim City und Rollercoaster Tycoon, als sie noch gute Spiele waren. Im letzten Jahrzehnt ist das Genre quasi ausgestorben. Irgendwie rafft sich die Spieleindustrie aber wieder auf und stampft so Meisterwerke wie „Cities Skylines“ aus dem Boden.

Jetzt entdeckte ich erst „Planet Coaster“ von Frontier, die zuletzt „Elite: Dangerous“ entwickelt haben und früher „Rollercoaster Tycoon 3“. Diese Jungs machen einen guten Eindruck in ihren Videos. Anscheinend wird dieses Jahr neben einem offiziellen (aber zutiefst kaputten) „Rollercoaster Tycoon World“ dieses vielversprechende Simulationsspiel erscheinen. Und dann wäre da noch das kleine Indie-Spiel namens Parkitect, in das ich mich bereits verliebt habe.

Drei Freizeitparkspiele in einem Jahr! Ich krieg Schnappatmung.

Star Wars: The Clone Wars (2008–2014)

Als ich in den vergangenen Wochen erzählte, dass ich aktuell keine Film- und Serientipps entgegennehme, weil ich „Star Wars: The Clone Wars“ gucke, hatte ich häufig mit den gleichen Reaktionen zu kämpfen. „Oh, diese Trickfilme?“. Ja, diese Trickfilme. Und nein sie sind nicht so schlecht, wie sie vermuten lassen. 

„Star Wars: The Clone Wars“ entstand unter der Führung von George Lucas und wurde von Dave Filoni umgesetzt. Die Trickserie mag auf den ersten Blick an all die uninspirierten und anspruchslosen Kindersendungen erinnern, die nachmittags im Fernsehen laufen und mit etwas Abstand nur schwer zu verkraften sind. Doch die äußere Erscheinung, dieses billig animierte 3D, täuscht über die Tiefe der Serie hinweg.

In „Star Wars: The Clone Wars“ werden zahlreiche Geschichten erzählt, die Gewicht haben. Es geht um Liebe, Verrat, Tod und Freundschaft. Man bekommt die Klonkriege aus den Filmen nochmal detailliert aus anderen Perspektiven erzählt. Man folgt Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker und vor allem lernt man Anakins charismatische Padawan Ahsoka Tano kennen, die zum Highlight der Serie avanciert. 

Obwohl ich anfangs selbst skeptisch war, begann ich mit der Serie nach mehreren Empfehlungen. Nach sechs langen Staffeln, kann ich diese Serie jedem Star-Wars-Fan ans Herz legen. Es gibt viele Episoden, die unwichtig sind und die visuelle Umsetzung lässt anfangs sehr zu wünschen übrig, aber am Ende hat man sehr viele gute neue Geschichten im Star-Wars-Universum erlebt. Und dafür lohnt es sich allemal. 

Deadpool (2016)

Dass wir „Deadpool“ endlich auf der Leinwand sehen können, ist eine lange Geschichte. Den Film verdanken wir vor allem Ryan Reynolds, der sich seit mehreren Jahren dafür stark gemacht hat. Er hat zum Beispiel die Autoren von „Zombieland“ für’s Drehbuch engagiert. Genialer Schachzug. Denn in Sachen Humor und Kurzweil macht „Deadpool“ alles richtig.

Der Film hat aber nicht nur hemmungslosen Humor, sondern auch zuweilen überzogene Brutalität. Gliedmaßen fliegen wie Konfetti umher und werden kreativ von Bleikugeln durchzogen. Wen das nicht stört, darf sich über einen der unkonventionellsten Superheldenfilme seit „Guardians of the Galaxy“ freuen. 

„Deadpool“ punktet in erster Linie durch seine Kommentare, die die vierte Wand brechen. Er guckt die Zuschauer an, pausiert das Spektakel und ist sich des Mediums bewusst. Dadurch entstehen ungeahnte Möglichkeiten und Humor, der sich auf den Film selbst bezieht. Für wahre Kenner der Marvel-Comics gibt es so ein paar Gags extra. 

Viele Fans fanden den Film unfassbar gut und die Liebesgeschichte vorbildlich. Ich fand „Deadpool“ sehr unterhaltsam, aber für mich war es kein Meisterwerk. Ich freue mich trotzdem auf mehr.